Test – Jaguar XFR

 
 

 

 


Grrrrrrrrr!
Ein XFR ist nicht irgendeine teure Blechbüchse auf vier Rädern. Es ist ein Statement, zu welchem man Ja oder Nein sagen kann. Und wir fragen uns auf unserer zweiwöchigen Testfahrt nun des Öfteren: Sag ich nun JAguar oder NEINguar?
29.07.2010 Ladies Drive

Der XFR ist ein stattliches Gefährt. Sein Kühlergrill mit schwarzem Maschengitter sagt deutlich: Seht her, da bin ich! Wobei uns das alte Logo mit dem seitlich springenden Jaguar weitaus besser gefällt als das aktuelle, welches mittlerweile Front und Lenkrad ziert.

Der XFR ist ein Racing-Mobil und die Namensgebung der Farbe unterstreicht dies noch zusätzlich: Jet Blue! Das ist wohl alles andere als Understatement. Ein Jaguar XFR versteckt also nichts, er zeigt, was er hat.

Tierisch!
Bescheidenheit ist keine Tugend des XFR.
Bescheidenheit ist keine Tugend des XFR.
Während das Anlassen des Motors den Herren in unserem Testteam jeweils ein breites, zufriedenes Grinsen entlockte, waren wir Ladies eher versucht, den Jaguar mit einem zischenden „Pssssst!“ zum Schweigen zu bringen. Der Motoren- Sound klingt grummelnd, grollend – wie ein Elefant, dem man sein Mittagessen vor der Nase weggeschnappt hat.

Den weiblichen Testpiloten gefielen vor allem die Gadgets: Dank Keyless-Entry lassen wir den Schlüssel in der Handtasche (dort findet man ihn sowieso nur schwer), trotzdem erkennt unser Jaguar sein Herrchen oder Frauchen beim Einsteigen. Dann beginnt auch die rote Beleuchtung des Start-Buttons im Herzrhythmus zu leuchten. __________________________________________________________

Weitere Artikel zum Thema Jaguar:
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Aufwachen!
Betätigt man nun den Start-Knopf, fährt dort, wo man die Schaltgasse vermutet, ein grosser, metallener Drehknopf aus – wie früher bei den alten Stereoanlagen. Hier dient er als Schaltzentrale für die Automatik. Gleichzeitig öffnen sich unisono die Abdeckungen der vier im Armaturenbrett befindlichen Lüftungsschlitze, als würde der Jaguar aus seinem Mittagsschlaf erwachen.

Während die Herren also gerne einfach einsteigen und losbrettern, macht sich bei uns während des eben beschriebenen Schauspiels ein Moment der Ruhe (vor dem Sturm) breit, den wir geniessen, bevor es losgeht. Solche Augenblicke dürfte es in unserem hektischen Leben doch wirklich öfters geben.

Ui!
Schick und bequem: Das Interieur.
Schick und bequem: Das Interieur.
Aber nun sind wir „ready for a ride“. „Da geht ja hammermässig die Post ab“, jauchzen unsere Männer. „Ui“ der etwas knappere Kommentar unsererseits. Beim XFR ist alles auf dynamisches Fahren getrimmt: Die Seitenwangen der Sitze lassen sich aufplustern, ein Sport-Modus sorgt für zusätzliche Power. Die Kraft ist tatsächlich schier unbändig, das spürt jeder, der bei einer Autobahnauffahrt im XFR etwas Gas gibt.

Gleichzeitig offeriert uns der Jaguar ein hohes Mass an Komfort und Luxus im Interieur. Auch die Fondspassagiere können sich bei diesem Fünftürer auf genügend Beinfreiheit freuen. Einzig das glänzende Holzdekor erfreut das weibliche Auge nicht so sehr, würden wir uns das doch in einer matteren Optik oder in Abstimmung zur Aussenfarbe wünschen. Der Bronzeton der Armaturen ist indessen stimmig gewählt.

Etwas, was Herren kaum beachten, viele Frauen jedoch als Erstes erfühlen: Der optionale Dachhimmel. Ein Extra, welches wir uns ebenso gerne gefallen lassen wie die belüftbaren Ledersitze, das beheizbare Lenkrad oder das Glasschiebedach mit Blick in den Himmel.

JAguar!
Zum XFR kann man nur JAguar sagen!
Zum XFR kann man nur JAguar sagen!
Aufgrund all dieser Eindrücke sind wir also absolut gewillt, JAguar zu sagen, denn ein einsamer PS-Protz ist der XFR nicht. Er bietet genügend Platz für mehr als zwei Passagiere und mehr Platz im Kofferraum als nur für einen Golfbag oder das Gepäck mit dem kleinen Schwarzen darin.

Zudem hat man als Konsument ja stets die Wahl: Während wir hier als Testwagen einen XFR, also das Spitzenmodell der Klasse in einer V8-Motorisierung fuhren, gäbe es ihn auch noch als XF mit einem Dieselmotor, 179 g/km CO2-Emissionen und Energieeffizienz B.

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Was halten Sie vom Jaguar XFR? Lohnt sich der doch recht happige Aufpreis zum normalen XF? Und kann er optisch und technisch mit dem neuen XJ mithalten?

Technische Daten
ModellJaguar XFR 5.0 V8 S/C
Leistung510 PS
Verbrauch (Herstellerangabe)12,5l/100km
Emissionen292 g/km
Energie-EffizienzG
Preisab 130'100 Franken


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Kommentare (9)

roger (01.08.2010 15:01:35)
hehe leute
das war doch kein angriff auf euch

;-))
born2drive (30.07.2010 18:52:01)
@roger
1) Pferdestärken sind nicht alles, das Leistungsgewicht, die Übersetzung der Gänge, das Fahrwerk, die Lenkung, die Bodenhaftung, usw... kurzum das ganze Auto spielt zusammen. Wenn jemand nur mit seinen PS angibt, hat er wohl eh keine Ahnung.
2) Geniess doch Deinen ^^' Jaguar und lass den BMW-Fahrern ihren Spass. Denen gefällt Dein Auto vielleicht auch nicht.
3) Also bitte, aufgrund Deiner Schreibweise könntest Du wohl auch problemlos als "Jugo" durchgehen.
yu sidney (30.07.2010 17:21:23)
@roger
'voll fetter text' ... wortwahl etwas danaben ... tja
gut dass du dein alter erwähnst, hätte dich 'krass' jünger eingesuft oder aber als 'frühschulabgänger'

rip :-)
roger (30.07.2010 15:35:25)
überlegt doch mal was wollt ihr mit mehr als 500ps bei den kollegen angeben??
ich auf jedenfall bin sehr zufrieden mit dem auto.
scheiss bmw also die frauen steigen lieber in ein elegantes und nicht so verbreitetes auto als in ein bmw die alle gleich aussehen.
aso der x6 ist ja echt der brüller da hat bmw ja mächtig in die scheisse gegriffen .
übrigens ich bin 19 jahre alt und fahre lieber den jaguar als irgend so eine bmw jugo kiste

born2drive (30.07.2010 11:43:42)
@yu sidney
Ich denke, Du hast mir geantwortet.
Meine Formulierung war vielleicht ein wenig unverständlich. Keinesfalls wollte ich Jaguar unter Mercedes, BMW oder Audi positionieren! Verarbeitung, Technik, Design (vorallem) ist Jaguar mit den genannten imho gleichauf. Ich habe eher gemeint, dass die eine Käufergruppe nichts mit Jaguar anfangen kann, und umgekehrt.
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