Ford Edge
Das andere Bond-Auto
Dieses schwarzglänzende SUV, mit dem Bond zusammen mit seiner bolivianischen Amtskollegin Camille in „Quantum of Solace“ der Hitze der Atacama-Wüste entrinnt, ist ein Ford Edge mit revolutionärem Brennstoffzellen-Hybridantrieb.
03.12.2008 OTB
Überhaupt: der neue Bond-Film ist ein Fest für Autofans (vor allem für Liebhaber des Ford-Konzerns). Zu Beginn des Films befördert Bond im standesgemässen
Aston Martin DBS seine Gegenspielern (in Alfas) ins Jenseits. Später fährt er kurz einen Range Rover Supercharged, und dann, beim grossen Showdown in der Wüste, kapert James einen Ford Edge Crossover mit Hydrogenantrieb aus der Flotten des Chef-Bösewichtes Dominic Greene.

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Der neue Bond-Film: Ein Quantum Trost für alle Autofans
Die Fuhrparkwahl des diabolischen Umweltschützers und Wasserfetischisten Greene hat seinen Grund. Neben seinem teuflisch guten Design beherbergt der Ford Edge einen Avantgarde-Antrieb mit Elektromotor und Brennstoffzelle.
Mit einem normalen, herzhaft den Sprit zusprechenden SUV hat der Edge HySeries Drive Plug-in nichts mehr gemeinsam. Der Dreh am Schlüssel weckt denn auch keinen Benzinmotor, sondern zwei Elektromotoren mit zusammen 176 PS. Und statt Benzin im Tank liefern Lithium-Ionen-Akkus, gespeicherter Wasserstoff und die Brennstoffzelle die nötige Energie. Damit fährt der bullige Geländewagen emissionsfrei und leise und geschmeidig wie eine Elfe.
Schwierige Betankung
Das geht so: Über Nacht hängt man das Auto an eine normale Haushaltssteckdose, nach vier Stunden sind die Batterien aufgeladen. Auf den ersten 40 Kilometern Fahrt kommt der Edge allein mit der Energie aus der Batterie aus. Sobald die Stromreserven zur Neige gehen, wird der Akku mit Hilfe der Brennstoffzelle während der Fahrt aufgeladen. Die Reichweite steigt damit auf rund 360 Kilometer.

Brennstoffzellengenerator, kombiniert mit Batteriebetrieb: Ford Edge HySeries Drive Plug-in
Die Brennstoffzelle benötigt für die Stromproduktion Wasserstoff, welcher mit 350 bar Überdruck in einem zwei Meter langen Tank unter der Fahrgastzelle lagert. Die Betankung dauert nur ein paar Minuten – jedoch steht (noch) kein Wasserstoff-Tankstellennetz zur Verfügung. Momentan sind lediglich Versuchsfahrzeuge unterwegs, die während der Fahrt weder Schadstoffe noch CO2 emittieren. (Allerdings braucht die Herstellung von Wasserstoff eine Menge Strom.)
Auch Honda testet Wasserstoff

Das Display liefert Information zum verwendeten Energie-Mix
Der Edge Plug-in Hybrid ist eines von verschiedenen Brennstoffzellen-Konzepten, die der Ford-Konzern weltweit testet. So gibt es beispielsweise eine Flotte von 30 Brennstoffzellen-Focus, die bereits über eine Million Testkilometer abgespult hat. Auch andere Hersteller testen den teuren Energiespender. Honda baut nächstes Jahr eine Brennstoffzelle in die viertürige Limousine FCX, welche Kunden dann in der Praxis testen sollen.
Das Kosten-Nutzen-Verhältnis der Brennstoffzelle ist derzeit umstritten. Wirtschaftlich kann sie nicht mit den bisherigen Antriebsarten konkurrieren, und ob sich die teure Technologie zukünftig, wenn die Batterien effizienter werden, gegen rein elektrische Antriebssysteme behaupten kann, ist sehr fraglich. Aber ein heisser Auftritt im Bond-Film wars; das ist Trost genug.
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