Autokosten

 
 

 

 


Was kostet mich mein Auto?
Abschreibungen, Verkehrssteuer, Versicherung - Die Kosten eines Autos hören nicht beim Kaufpreis auf. Wir zeigen, mit welchen Beträgen Sie rechnen sollten.
21.08.2012 Stefan Luginbühl

Das Gefühl ist grossartig: Nach langem Suchen und Abwägen hat man endlich das passende Auto gefunden. Der Preis liegt eben noch im Budget, die Testfahrt verlief anstandslos und der Vertrag ist unterschrieben.

Aber Vorsicht: Vor allem wenn es sich um das erste eigene Auto handelt, vergessen viele Autokäufer, dass auch dessen Unterhalt Kosten verursacht. Als grobe Faustregel gilt: mit etwa 500 Franken pro Monat sollten Sie auch bei günstigen Occasionsfahrzeugen rechnen. Im Detail folgende Punkte budgetieren:

Abschreibungen
Neuwagen verlieren jedes Jahr einen Teil ihres Wiederverkaufwerts. Über den Daumen gepeilt müssen Sie mit rund 10% pro Jahr rechnen. In der Realität ist der Wertverlust in den ersten Jahren meist höher, flacht aber mit der Zeit ab. Diese Autos überzeugen mit gutem Werterhalt.

Wertminderung
Nicht nur das Alter, auch die gefahrenen Kilometer haben einen Einfluss auf den Wert Ihres Autos. Der TCS rechnet mit einer Wertminderung von 2% des Neupreises pro 10'000 gefahrene Kilometer.

Verkehrssteuer und Autobahnvignette
Darf in der Schweiz nicht fehlen: die Autobahnvignette.
Für eingelöste Strassenfahrzeuge ist eine Steuer zu bezahlen. Die Ansätze variieren von Kanton zu Kanton. Ein Berechnungsbeispiel für den Kanton Bern: Die Jahressteuer für die ersten 1000 kg beträgt 360 Franken. Für jede weitere Tonne ermässigt sich die Steuer um 14 Prozent des vorangehenden Steuersatzes.

Ein Auto mit einem Gesamtgewicht nach Fahrzeugausweis von 1'850 kg kostet also 623.15 Franken Steuern pro Jahr (360 Franken (Pauschale für die ersten 1'000 kg) + 263.15 Franken (850 x 0.3096)). Zu den Fahrzeugsteuern kommt auch die in der Schweiz obligatorische Autobahnvignette.

Weitere Ratgeber von AutoScout24:
» Autokauf - Die wichtigsten Tipps zum Autokauf
» Autoverkauf - So verkaufen Sie Ihr Auto
» Kaufcheck: Budget-Occasionen - Wer sucht, der findet

Versicherung
Besonders Neu- und Jungelenker bezahlen happige Versicherungsprämien.
Im Minimum müssen Sie eine Haftpflichtversicherung abschliessen. Die Prämien können sich dabei je nach Versicherer, Fahrzeug sowie Bonus/Malus-Stufe erheblich unterscheiden. Unsere Tipps zum Thema Versicherung

Kaufen Sie ein Fahrzeug per Leasing, wird der Abschluss einer Vollkasko-Versicherung verlangt. Zusätzlich berchnen die meisten Versicherungen einen Spezialzuschlag für Leasing-Fahrzeuge.

Abstell- und Parkkosten
Klar: Irgendwo müssen Sie das Fahrzeug hinstellen. Vor allem in Quartieren nahe der Stadt sind aber Parkplätze rar. Wem ein Platz in einer Einstellhalle (100 - 300 Franken pro Monat) zu teuer ist, sollte eine Anwohnerparkkarte für die blaue Zone in Betracht ziehen. Solche Karten kosten zwischen 200 und 400 Franken pro Jahr.

Treibstoff
Gerade ältere, hubraumstarke Autos entpuppen sich manchmal als wahre Spritsäufer. Aufgrund der starken Preisschwankungen für Treibstoff ist dieser Budgetposten zudem nur schlecht im Voraus kalkulierbar.

Service und Reparaturen
Vorsicht: ein ungeplanter Besuch beim Mechaniker wird schnell teuer.
Ein grosser Posten sind auch die Kosten für MFK, Service und Abgaswartung. Hier geht man von 600 – 1’000 Franken pro 10'000 gefahrenen Kilometern aus. Je grösser und teurer das Auto, desto teurer der Service.

Dazu kommen im schlimmsten Fall noch unvorhergesehene Reparaturen nach Pannen oder Unfällen, die rasch einmal einen viertstelligen Betrag erreichen können. Eine gewisse Reserve sollte also alleine aus diesem Grund stets vorhanden sein, wenn Sie Ihre Autokosten budgetieren.

Reifen und Fahrzeugpflege
Die Reifen müssen mindestens alle 30'000 km ersetzt werden. Zusätzlich zu den Anschaffungskosten fallen auch Kosten für die jährlichen Wechsel von Sommer- und Winterreifen sowie deren Lagerung an.

Auch an die Reinigung und Pflege des Fahrzeugs müssen Sie denken. Durchschnittlich gibt ein Autofahrer dafür pro Jahr 150 Franken aus.

Verkehrsbussen
Zu guter Letzt ein Posten, mit dem kaum jemand rechnet: Verkehrsbussen. Während normale Bussen bis 260 Franken ein Budget nicht gleich sprengen, wird es vor allem bei gröberen Vergehen sehr schnell sehr teuer. Passen Sie also auf. Denn ein Unfall ist nicht nur wegen der Kosten eine üble Erfahrung.


Kommentare (77)


Rog (01.05.2013 14:23:22)
Wenn man Kommentare hier liest, könnte man meinen es gäbe nur arme Leute in der schweiz ? Luxuswagen sind halt günstig in der Schweiz im vergleich zu anderen Ländern. Wenn ihr kein Geld habt dann kauft euch ne 2000 Franken mühle und macht den Service in Deutschland! Aber nicht meckern wenn andere Leute freude am Auto haben und gerne etwas mehr investieren ! Jedem das seine !
Hard Rider (31.03.2013 11:30:13)
An alle Raser und Angeber.

Ich mag es nicht, wenn diese Raser fahren, als ob hier Krieg herrschen würde.
Und diese Autofahrer, die keine Ahnung vom fahren haben, damit meine ich diejenigen, die mit einer Hand oben in der Mitte des Lenkrades fahren und mit der rechten Schulter total schief Richtung Gangschaltung sitzen, als ob denen die linke Hüfte fehlen würde.

Was ist los Leute! Denkt ihr, dass ihr euer Fahrzeug so gut kontrollieren könnt?
Meine Meinung. Sofortiger Führerscheinentzug 5 Jahre!
B.S (20.03.2013 20:16:14)
Hallo ,

Ich weiss nicht was viele träumen

Ich bin Bauführer und bin 43 Jahre alt. Ich fahre einen Bmw M5 E60 Jg. 2009
Mit meinem Monatsgehalt von *****.- komme ich noch knapp durch.
Ich fahre den Bmw jeden tag von Herrliberg nach Volketswil und dann noch in der ganzen Schweiz unterwegs tagtäglich. Alle 400km volltanken ca. 100.- weg im Monat macht das fast 1000.- für Benzin dann der Service die Miete und sonstiges. Mit 20 Jahren soviel Geld haben da muss der Vater aber schon ein Scheich sein.
pepe (19.03.2013 19:03:45)
ich verkaufe täglich Fahrzeuge und weiß wieviele Autos bezahlt sind. Unter 30 jährige hört auf zu träumen. Kredit und Leasing haben da eindeutig die überhand.
Main (15.03.2013 16:42:53)
Soll sich jeder kaufen was er will!

Nur die Prioritäten zu setzen ist wichtig. Lieber ein richtig krasses Auto aber zu fünft in einer 1 Zimmerwohnung? Oder doch lieber ein durchschnittliches Auto dafür aber ein schönes Zuhause!
Würden die Leute mit den teuren Autos mal Fotos von derren Wohnungen zeigen, wären die meisten nicht mehr so cool an der Tankstelle!



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