Test - Mazda3

Mazda 3
 
 

 

 


So schick wird Japans neuer Golf
Der Mazda 3 will mit elegantem Design, wertigerem Interieur und effizienter Antriebstechnologie in der Golfklasse für neue Aufmerksamkeit sorgen.
19.09.2013 Herbie Schmidt

Mazda 3
Hallo Kodo: das neue Design gefällt.
Der neue Spross der Mazda-Dreierreihe tritt ein schweres Erbe an. Vor exakt zehn Jahren lancierte der Autohersteller aus Hiroshima den kompakten Fünftürer als Nachfolger des 323. «Der Mazda 3 ist unser wichtigstes Modell», sagt Baureihenleiter Kenichiro Saruwatari. «Seither haben wir weltweit mehr als 3,5 Millionen Stück verkauft.»

Alle zehn Jahre folgt bei Mazda eine grundsätzliche Neukonstruktion, der neue 3er weckt damit hohe Erwartungen. Um sich im Golf-Segment abzuheben, hat Mazda seinen Kompakten deshalb in den eleganten Stil des «Kodo»-Designs verpackt, wie zuvor schon CX-5 und Mazda 6.

Hingucker
Der Frontgrill ist weit heruntergezogen, fliessende Linien kennzeichnen die Flanken, das rundliche Heck ist flacher als beim Vorgänger. Der neue Mazda 3 ist drei Zentimeter niedriger, aber gleich lang geblieben. Der Breitenzuwachs von vier Zentimetern lässt ihn dynamisch wirken. Der Radstand wuchs auf 2,70 Meter.

Mazda 3
Fortschritt: das Interieur ist deutlich schicker als beim Vorgänger.
Letzteres wirkt sich jedoch im Fond des Fünftürers kaum aus. Die Beinfreiheit ist durchschnittlich. Der Kopfraum schrumpft sogar etwas, bietet aber noch genügend Platz für Erwachsene. Doch das Interieur ist deutlich hochklassiger gestaltet als bisher.

Die Sitze sind komfortabel, das optionale Head-up-Display mit hochklappender Plexiglasscheibe praktisch. Die Mittelkonsole ist mit modernem Infotainment, Siebenzolldisplay und einem Drehdrücksteller ausgerüstet. Das ist Mittelklasse-Niveau.

Alltagsmodelle der Konkurrenz:
VW Golf - Der iGolf
Seat Leon - Ein Golf mit mehr Kanten
Ford Focus - Fokussiert!

KERS wie in der Formel 1
Wie der grosse 6er-Bruder ist der Mazda 3 mit Elementen aus dem «Skyactiv»-Effizienzbaukasten ausgestattet. Dazu gehört das flinke Stopp-Start-System «i-Stop» für die drei Benziner von 100 bis 165 PS und den Turbodiesel mit 150 PS.

Mazda 3
Der stärkste Benziner profitiert von einem Energie-Rückgewinnungssystem.
Beim stärksten Benziner kommt das preisgekrönte Energie-Rückgewinnungssystem «i-Eloop» mit Kondensator als Stromspeicher zum Einsatz. Ein Novum in der Kompaktklasse.

Der 165 PS starke Benziner mit 5,8 Litern Verbrauch soll laut Mazda Schweiz mit zwanzig Prozent das Gros der Verkäufe ausmachen. Auf der ersten Testfahrt erwies sich der Zweiliter als ausreichend motorisiert, aber trotz 210 Nm etwas durchzugsschwach. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt.

Ganz anders wirkt der 2,2-Liter-Diesel, der wie sein Vorgänger temperamentvoll agiert und dabei etwas komfortabler abgestimmt ist.

Bis zur Schweizer Markteinführung des Mazda 3 im November sollen neben den Ausstattungen die definitiven Preise feststehen, die bei 20'000 Franken starten dürften.

Fazit:
Der neue Mazda 3 ist ein Hingucker geworden. Doch Design allein genügt nicht, um im Golf-Segment zu bestehen. Das grosse Plus des Japaners ist die hochentwickelte Technologie mit Energierückgewinnung beim Zweiliter-Benziner.

Und endlich ist das Interieur auf dem Niveau der Konkurrenz. Zur Abrundung des Angebots wünscht man sich eine MPS-Sportversion.

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Kommentare (23)


Stefan (30.04.2014 20:52:59)
Nie wieder ein Mazda! Beim 3-er mit Jg. 2004 hintere Türe links sowie beide Radläufe hinten durchgerostet... Das darf einfach nicht sein.
Mazda Kenner (17.04.2014 16:00:19)
die rostprobleme bei mazda haben angefangen als sie so um 1997 rum von ford übernommen wurden und haben angedauert bis ford sich vor 4 jahren wieder verabschiedet hat. davor war rost bei mazda kein thema und nun auch seit dem abgang von ford auch nicht mehr. was sagt uns das?...die autos wurden wohl etwas kostenoptimierter hergestellt unter dem regime von ford. alles andere ist nur wieder noch besser geworden seit sie wieder eigenständig sind.
Markus (03.03.2014 21:40:42)
Japanische barocke Formen, dem Zeitgeist entsprechend. Da geht der Golf 7 behutsamer vor.
Cesco Birrer (28.10.2013 15:26:05)
Heute (28.10.2013) mit G-165 Revolution Probefahrt gemacht. Total überzeugt - feines Fahrzeug.
Wir können den neuen Mazda bereits am Donnerstag abholen ;-)) mit Optionen Navi und Farbe - Rest sind alles Serienausstattung - vorbildlich! Für den alten Mazda 3 (Jg. 2004) haben wir einen vernünftigen Eintausch-Preis erhalten.
Leider heisst Wir = meine Frau. Aber ich darf das Teil zwischendurch auch mal fahren, so hast sie's versprochen.
Ich fahre seit Jahren "deutsch" ist auch OK so.
Goran (17.10.2013 16:53:29)
Kluge> Menschen kaufen japanische Autos.Punkt,keine Diskussion.
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