Die Verhandlung

Wie sie sich beim Verkaufsgespräch clever verhalten

Terminabsprache:

Planen Sie genügend Zeit ein für Besichtigung und Probefahrt (ca. 1h), vermeiden Sie wenn möglich die Stosszeiten. Überlegen Sie sich bereits eine geeignete Strecke (innerorts und Autobahn) für die Probefahrt.

Identität des Käufers:

Verlangen Sie vom Käufer zu Kontrolle Führerschein und Identitätsausweis– Sie wollen ja nicht in Schwierigkeiten geraten. Notieren Sie sich Namen und ID-Nummer.

Dokumente:

Legen Sie alle wichtigen Unterlagen bereit, die den potenziellen Käufer interessieren könnten: Fahrzeugausweis, Serviceheft, Protokoll der letzten MFK, Abgasdokument, Bedienungshandbücher. Ebenfalls hilfreich sind Belege über Zusatzausstattungen sowie Wartungsarbeiten und Reparaturen.

Verkaufsargumente:

Überlegen Sie sich alle Argumente, die für Ihr Fahrzeug sprechen: zeitloses Design, erneuerte Teile, zusätzliche Ausstattung – was Ihnen einfällt. Erwähnen Sie aber auch Schwachstellen des Fahrzeugs (ausschliessliches Lob macht misstrauisch).

Unfallschäden/Mängel:

Generell gilt: Sie müssen für alle Eigenschaften, die Sie dem Wagen zuschreiben, einstehen. Informieren Sie also den Käufer bei der ersten Kontaktaufnahme über Schäden oder Mängel am Auto. Dabei müssen Sie nicht jeden Kratzer oder „kosmetische“ Korrektur zu erwähnen, wohl aber (frühere) Unfallschäden, da das Verschweigen solcher Schäden als "arglistige Täuschung" bewertet werden kann. In einem solchen Fall kann der Käufer später vom Vertrag zurücktreten oder den Kaufpreis mindern; bei einem Unfall können Sie sogar zu Schadenersatz verpflichtet werden.

Sind Sie nicht der Erstbesitzer des Fahrzeugs und haben Sie nicht vollständige Gewissheit, machen Sie keine Aussage bezüglich der Unfallfreiheit des Autos. Wenn Sie in einem Vertragsvordruck die Zusicherung "unfallfrei" ankreuzen, übernehmen Sie damit auch die Verantwortung für Unfallschäden der Vorbesitzer und haben ggf. die entsprechenden Konsequenzen zu tragen.

Schmerzgrenze:

Überlegen Sie sich für die Preisverhandlung, wie weit Sie den Preis heruntersetzen wollen und können. Ein gewiefter Käufer wird den Spielraum geschickt ausloten.

Probefahrt:

Sitzen Sie bei der Probefahrt mit ins Auto, dann können Sie Geräusche u.ä. des Wagens gleich kommentieren (aber seien Sie zurückhaltend). Ausserdem kann so ein angeblicher Kaufinteressent mit dem Auto nicht einfach verschwinden.

Falls Sie das Auto bereits abgemeldet haben, ist eine Probefahrt nur mit Tagesnummern möglich. Besorgen Sie diese rechtzeitig beim Strassenverkehrsamt, Sie benötigen dazu einen Versicherungsnachweis.