MAZDA 3 - So schick wird Japans neuer Golf

Der Mazda 3 will mit elegantem Design, wertigerem Interieur und effizienter Antriebstechnologie in der Golfklasse für neue Aufmerksamkeit sorgen.

Mazda3 2013

Der neue Spross der Mazda-Dreierreihe tritt ein schweres Erbe an. Vor exakt zehn Jahren lancierte der Autohersteller aus Hiroshima den kompakten Fünftürer als Nachfolger des 323. «Der Mazda 3 ist unser wichtigstes Modell», sagt Baureihenleiter Kenichiro Saruwatari. «Seither haben wir weltweit mehr als 3,5 Millionen Stück verkauft.»

Alle zehn Jahre folgt bei Mazda eine grundsätzliche Neukonstruktion, der neue 3er weckt damit hohe Erwartungen. Um sich im Golf-Segment abzuheben, hat Mazda seinen Kompakten deshalb in den eleganten Stil des «Kodo»-Designs verpackt, wie zuvor schon CX-5 und Mazda 6.

Mazda 3 Neuwagen
Mazda 3 Occasionen

Hingucker

Der Frontgrill ist weit heruntergezogen, fliessende Linien kennzeichnen die Flanken, das rundliche Heck ist flacher als beim Vorgänger. Der neue Mazda 3 ist drei Zentimeter niedriger, aber gleich lang geblieben. Der Breitenzuwachs von vier Zentimetern lässt ihn dynamisch wirken. Der Radstand wuchs auf 2,70 Meter.

Letzteres wirkt sich jedoch im Fond des Fünftürers kaum aus. Die Beinfreiheit ist durchschnittlich. Der Kopfraum schrumpft sogar etwas, bietet aber noch genügend Platz für Erwachsene. Doch das Interieur ist deutlich hochklassiger gestaltet als bisher.

Die Sitze sind komfortabel, das optionale Head-up-Display mit hochklappender Plexiglasscheibe praktisch. Die Mittelkonsole ist mit modernem Infotainment, Siebenzolldisplay und einem Drehdrücksteller ausgerüstet. Das ist Mittelklasse-Niveau.

KERS wie in der Formel 1

Wie der grosse 6er-Bruder ist der Mazda 3 mit Elementen aus dem «Skyactiv»-Effizienzbaukasten ausgestattet. Dazu gehört das flinke Stopp-Start-System «i-Stop» für die drei Benziner von 100 bis 165 PS und den Turbodiesel mit 150 PS.

Beim stärksten Benziner kommt das preisgekrönte Energie-Rückgewinnungssystem «i-Eloop» mit Kondensator als Stromspeicher zum Einsatz. Ein Novum in der Kompaktklasse.

Der 165 PS starke Benziner mit 5,8 Litern Verbrauch soll laut Mazda Schweiz mit zwanzig Prozent das Gros der Verkäufe ausmachen. Auf der ersten Testfahrt erwies sich der Zweiliter als ausreichend motorisiert, aber trotz 210 Nm etwas durchzugsschwach. Das Fahrwerk ist straff abgestimmt.

Ganz anders wirkt der 2,2-Liter-Diesel, der wie sein Vorgänger temperamentvoll agiert und dabei etwas komfortabler abgestimmt ist.

Bis zur Schweizer Markteinführung des Mazda 3 im November sollen neben den Ausstattungen die definitiven Preise feststehen, die bei 20'000 Franken starten dürften.

Fazit:

Der neue Mazda 3 ist ein Hingucker geworden. Doch Design allein genügt nicht, um im Golf-Segment zu bestehen. Das grosse Plus des Japaners ist die hochentwickelte Technologie mit Energierückgewinnung beim Zweiliter-Benziner.

Und endlich ist das Interieur auf dem Niveau der Konkurrenz. Zur Abrundung des Angebots wünscht man sich eine MPS-Sportversion.

Alle Bilder zu Mazda3

Diskutieren Sie mit