ALFA ROMEO Giulia - Die schöne Hoffnungsträgerin

Mit bis zu 510 PS, neuer Technik und einem Antlitz zum Verlieben soll Alfa Romeos Giulia die Wende beim italienischen Traditionshersteller einläuten.

Die Zahlen zur Alfa Romeo Giulia Quadrifoglio:

  • Motor: 2,9-Liter-V6-Bi-Turbo-Benziner (510 PS, 600 Nm bei 2500 u/min)
  • Antrieb: Heckantrieb
  • Getriebe: 6-Gang-Handschaltung/8-Gang-Automatik
  • Fahrleistungen: 0-100 km/h in 3,9 Sekunden, Spitze 307 km/h
  • Masse: Gewicht 1655 kg, Kofferraum 480 Liter
  • Normverbrauch: 8,5 Liter auf 100 km
  • Basisversion: Alfa Romeo Giulia 2,2 Diesel (150 PS), ab 41'550 Franken

Alfa Romeo Giulia Neuwagen
Alfa Romeo Giulia auf AutoScout24

Mit einem dumpfen Salut aus den vier Auspuffrohren schiesst Giulia in die erste Kurve auf der Teststrecke in Balocco, defiliert auf der Geraden mit über 200 km/h und entschwindet alsbald in der gleissenden Nachmittagssonne. 38 Jahre musste Alfa Romeo auf diesen Moment warten. Auf die Rückkehr seiner Giulia, die zugleich eine neue Ära einläuten und das «Cuore Sportivo» der arg gebeutelten Alfisti wieder in den roten Bereich bringen soll.

Opulente Diva mit 510 PS

Bereits von aussen macht die italienische Schönheit mit ihrer zerklüfteten Front, zahlreichen Kohlefaserelementen sowie dem obligatorischen Kleeblatt der Topversion Quadrifoglio deutlich, dass man der deutschen Konkurrenz den Sportlimousinen-Thron nicht kampflos überlassen will. Und die Italiener liessen sich einiges einfallen: 510 PS und 600 Nm bringt der aus Aluminium gefertigte 2.9 Liter V6 mit Bi-Turbo auf die Hinterachse. Den Sprint auf Tempo 100 erledigt die rassige Schönheit in 3,9 Sekunden, der Topspeed soll gemäss Alfa Romeo bei 307 km/h liegen.

Eine Fahrt zum Verlieben

Und dank einer Gewichtsverteilung von 50:50, einem aktiven Frontspoiler, der sich bei beim Bremsen und in Kurven ausfährt sowie Torque Vectoring, Carbon-Keramik-Bremsen und einem adaptiven Sportfahrwerk fährt sich Giulia wie sie aussieht: zum Verlieben! Die Gänge werden dabei je nach Gusto mittels knackiger 6-Gang-Schaltung oder der 8-Stufen-Automatik von ZF sortiert.

Wer es nicht ganz so eilig hat, darf auch einen der drei moderateren Benziner (150, 180 und 210 PS) oder der zwei Dieselaggregate (200 sowie 280 PS) zurückgreifen. Diese glänzten auf unserer Fahrt durch ihr geringes Gewicht (ab 1449 kg, Topversion Quadrifoglio 1655 kg) und sind je nach Version auch mit Allradantrieb erhältlich.

Im Innern aufs Wesentliche beschränkt

Während Giulia von aussen die opulente Diva mimt, hat man sich im Innern aufs Wesentliche konzentriert. Überflüssige Knöpfe und Schalter sucht man vergebens, die optionalen Carbon-Schalensitze sitzen wie angegossen und die Menüführung des randlos wirkenden Infotainment-Bildschirms erfolgt mittels Drehknopf im Stile von BMW.

Selbst bei den Assistenten trumpft Giulia mit Fussgängererkennung inkl. automatischem Bremseingriff, Spurhalteassistent oder Totwinkelwarner auf. Einzig bei Details muss sie sich der deutschen Konkurrenz geschlagen geben. Ansonsten heisst’s für Mercedes, BMW und Co. diesen Sommer warm anziehen, wenn Giulia ab Mitte Juni ab 41'550 Franken (Topversion Quadrifoglio ab 87’000 Franken) zur Jagd bläst.

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