ALFA ROMEO STELVIO - Italienischer Gipfelstürmer

Der Alfa Romeo Stelvio ist nach einem berühmten Pass in den italienischen Alpen benannt. Das macht Sinn, denn insbesondere als 510 PS starke Quadrifoglio-Version ist der Power-SUV ein superschneller Gipfelstürmer.

Der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio in Zahlen

  • Motor: 2,9 Liter Biturbo, 6 Zylinder, 510 PS, 600 Nm
  • Antrieb: Allrad-Antrieb
  • Getriebe: 8-Gang-Automatik
  • Fahrleistung: 0-100 km/h 3,8 s, Spitze 283 km/h
  • Masse: Gewicht 1830 kg
  • Verbrauch: 9,8 l/ 100 km, CO2-Emission 227 g/km
  • Basispreis: 105’900 Franken
  • Preis des Testwagen: 129’500 Franken
  • Konkurrenten: BMW X3M, Mercedes-Benz GLC 63 AMG, Audi RS Q3 
  • Stand: 15. Januar 2021

Wem der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio besonders gefällt

Der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio ist das perfekte Auto für italophile SUV-Fans, für die ihr Auto mehr ist als ein Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu kommen. 

Kraftvolle Optik

Dass er ordentlich Dampf unter der Haube hat, macht der Stelvio Quadrifoglio schon im Stand klar. Im Vergleich zu seinen zivilen Brüdern verfügt die 510 PS starke Powerversion über zusätzliche Lufteinlässe in der Motorhaube, sportliche Seitenschweller und Kotflügelverbreiterungen in Wagenfarbe sowie eine vierflutige Abgasanlage. Im Innenraum gibt’s ein Sportlenkrad und Sportsitze mit viel Carbon, hochwertiges Leder und Alcantara. Aber auch praktische Aufgaben erfüllt er locker: In den Italiener passen 500 bis maximal 1600 Liter. 

Moderne Assistenzsysteme

Mit der Modellauffrischung, die Alfa Romeo dem Stelvio letztes Jahr spendierte, gibt’s jetzt auch ein deutlich verbessertes Navi- und Infotainmentsystem. Auf einem 8,8 Zoll (22,3 Zentimeter) grossen Touchscreen lässt sich alles intuitiv steuern. Zahlreiche neue Assistenzsysteme hat der Italiener jetzt auch an Bord – unter anderem autonomes Fahren auf Stufe 2. So hält der SUV auf der Autobahn beispielsweise längere Zeit die Spur und den Abstand, ohne dass der Fahrer eingreifen muss. 

Cuore Sportivo

Das Herz des Alfa ist aber der nach wie vor famose 2,9-Liter-Biturbo, der zusammen mit Ferrari entwickelt wurde. Der Sound ist kernig, aber nicht aufdringlich. Wer im richtigen Moment manuell schaltet, lässt den Quadrifoglio «vor Freude» aufbrüllen, ohne aufdringlich zu wirken wie getunte Rennsemmeln. Ausserdem tönt er jetzt schon im Dynamic-Modus richtig gut, so dass der Fahrer den Race-Modus ohne ESP nicht mehr «zwingend» braucht.

Racer und Cruiser

Das Fahrwerk ermöglicht je nach Fahrmodus sowohl die sportlich-straffe Gangart als auch komfortables Cruisen. Die Lenkung überzeugt, indem sie Lenkbefehle direkt und präzise weitergibt. Der Schwerpunkt ist tief, Seitenneigung kaum vorhanden. Wer’s nicht besser weiss, hat nie das Gefühl, in einem SUV zu sitzen und ist auf kurvigen Bergstrassen beispielsweise richtig flott unterwegs. Da hilft’s auch, dass die Bremsen ebenfalls kräftig zupacken.

Vom Hecktriebler zum Allradler

Dabei ist der Stelvio grundsätzlich als Hecktriebler ausgelegt. Bei Schlupf an den Hinterrädern wird in Millisekunden bis zu 50 Prozent der Kraft an die Vorderachse umgeleitet, ein Vorderachsdifferenzial und ein aktives Verteilergetriebe sorgen für zusätzliche Souveränität selbst im Race-Modus, bei dem das ESP wie schon bei der Giulia ausgeschaltet ist. Während die Limousine sich oft noch richtig giftig zeigte, lässt sich der SUV ohne elektronische Helferlein deutlich besser beherrschen.

Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Natürlich hat das Ganze seinen Preis. Mindestens 105'900 Franken kostet der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio. Unsere top ausgestattete Testversion brachte es sogar auf 129'500 Franken.

Das hat uns gefallen

Sound, Optik, Ausstrahlung: Kaum ein SUV macht soviel Spass beim Fahren, wie der Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio mit 510-PS-Biturbo.

Das hat uns weniger gefallen

Von nichts kommt nichts. Theoretisch verbraucht der Stelvio Quadrifoglio 9,8 Liter. Bei unserem Test in den verschneiten Bergen waren’s aber fast 14 Liter pro 100 km.

1800 / 1600 1.125

Bildergalerie Alfa Romeo Stelvio Quadrifoglio