Auto Import Schweiz - Tipps für den Import eines Autos

Die Hochpreisinsel Schweiz macht den Import eines Autos attraktiv. Wir zeigen die Vor- und Nachteile beim Kauf im übrigen Europa oder den USA.

Der Blick in ausländische Preislisten macht uns Hochpreisinsulaner schon lange den Mund wässrig. Ein Auto-Import lockt, denn noch nie waren Euro- und Dollarkurs günstiger. Grossimporteure locken mit Preisvorteilen gegenüber den üblichen Händlern von bis zu 45 Prozent.

In ist zurzeit der Direktimport von Autos aus der EU, der Kauf von Ami-Autos aus den USA, aber auch der (Re-)Import von deutschen Autos via die USA. Und zwar in allen Preisklassen: Autos unter 40'000 Franken kommen als Massenimport rein, darüber überwiegt der Einzel-Import spezieller (Edel-)Autos.

Personenwagen sind seit dem Abbau von Handelshemmnissen eine ziemlich frei handelbare Ware geworden. Ein grosser Direktimporteuer meint: „Autos gehen heute den Weg des geringsten Preises.“

 

EU-Importe sind technisch kaum ein Problem

Bestimmungen gibt es natürlich immer noch. Damit ein Auto in der Schweiz zugelassen werden kann, muss es die schweizerischen Vorschriften erfüllen.

Beim Auto-Import aus der EU ist dies seit 1995 ziemlich einfach. Die technischen Vorschriften für Strassenfahrzeuge in der Schweiz sind weitgehend an die europäischen angeglichen. Für ältere Occasionen gelten jedoch spezielle Regelungen.

 

US-Importe bedingen Änderungen


Bei Auto-Importen aus den USA ist die Sache etwas aufwändiger. Tacho, Navigationssystem, Licht, Radio oder auch der eingebaute Garagentoröffner müssen ausgewechselt bzw. angepasst werden, um die Prüfhallen der Strassenverkehrsämter zu passieren zu dürfen.

Es lohnt sich, diese Änderungen bei Spezialisten, sogenannten Autodoktoren, oder von professionellen Direktimporteuren machen zu lassen.

 

Transport und Zoll

Am günstigsten chauffieren Sie Ihr neues Auto mit Tagesschildern selbst über die Schweizer Grenze. Für den Zoll müssen Sie alle notwendigen Papiere dabeihaben:

  • Kaufvertrag bzw. Rechnung mit/ohne MWST
  • Ursprungsnachweis
  • Fahrzeugausweis
  • vom zuständigen Zollamt im Ausland vorabgestempelte Ausfuhrerklärung
  • Einfuhrdeklaration

Am Zoll werden auch gleich einige Abgaben fällig: Automobilsteuer (4% des Kaufpreises), ev. eine Gewichtsabgabe (12-15 Franken pro 100 Kilo brutto) und die schweizerische MWST (8%).

Hilfe dazu bietet das Merkblatt „Überführen von privaten Strassenfahrzeugen in den zollrechtlich freien Verkehr“ (PDF) der Eidgenössischen Zollverwaltung.

 

Was ist mit der Herstellergarantie?

Die offiziellen Markenvertreter sind laut Wettbewerbskommission zwingend verpflichtet, alle Garantieleistungen gemäss Herstellerangaben an direktimportierten Autos der vertretenen Automarke auszuführen.

Dies gilt aber nur für Fahrzeuge aus dem EWR. Für Fahrzeuge aus anderen Teilen der Welt - etwa den USA - gibt es spezielle Neuwagen-Garantieversicherungen, zum Beispiel bei Quality1 oder Eurotax.

Also: Heute braucht es für den Auto-Import in die Schweiz keine "Graumarkt-Erfahrungen" mehr. Wer Papierkram nicht scheut und ein bisschen Geduld aufbringt, kann bei der derzeitigen Währungssituation viel Geld sparen.