Auto-Leasing - Wissen, was der Spass kostet

"Bar auf die Kralle" wird beim Autokauf immer seltener, auch bei Occasionen. Nur: Auto-Leasing ist mit Vorsicht zu geniessen. Unsere Tipps.

Da steht er, mein Traumwagen. Und auf dem Preisschild: 250 Franken, pro Monat. Wunderbar! Aber was muss ich beachten, damit mit mein Objekt der Begierde später nicht finanziell die Hosen auszieht? Ein paar Punkte sollten Sie beachten.

Leasing - das Auto fahren ohne es zu kaufen:

Beim Auto-Leasing erhält der Kunde ein neues Auto seiner Wahl, doch er kauft es nicht, sondern nutzt es während der vertraglich vereinbarten Leasingdauer. Das Leasing ist also eine Nutzungsüberlassung. Während der Leasingdauer zahlen Leasingnehmer die ebenfalls im Leasingvertrag vereinbarte monatliche Leasingrate. Am Ende der Überlassungszeit entscheidet sich der Leasingnehmer für den Kauf oder das Auto geht wieder zurück an den Händler. Oft entscheiden sich Leasingnehmer aber dafür, ein neues Auto zu leasen. Die monatliche Rate beim Leasing ist deutlich niedriger als bei einer Finanzierung. Dabei ist aber zu bedenken, dass sie nicht dazu dient, das Auto zu bezahlen.

Die entscheidenden Nachteile des Leasings bestehen darin, dass Leasing nicht zum Eigentum am Fahrzeug führt. Darüber hinaus ist die Kilometerleistung des Autos für die Leasingdauer begrenzt. Fahrleistungen von 10000 oder 20000 Kilometer sind weitverbreitet. Für jeden darüber hinausgehenden Kilometer fallen zusätzliche Kosten an, die im Leasing-Vertrag festgeschrieben sind. Diese Kosten bewegen sich meist in einem Rahmen zwischen 10 und 20 Rappen pro Kilometer. Bei der Rückgabe muss sich das Auto in einem altersentsprechenden Zustand befinden. Für überdurchschnittliche Abnutzungen, Kratzer und andere Beschädigungen muss der Leasingnehmer aufkommen. Leasingnehmer sind zudem verpflichtet, eine Vollkaskoversicherung für das Auto abzuschliessen. Um den Leasingvertrag auch im Fall eines finanziellen Engpasses erfüllen zu können, ist ausserdem der Abschluss einer Ratenversicherung sinnvoll.

Für wen lohnt sich Leasing?

 

Klar: Wenn jeden Monat 250 Franken vom Konto abfliessen, schmerzt das viel weniger als 30'000 auf einmal abzudrücken. Doch lassen Sie sich nicht täuschen: Ein Auto-Leasing ist im Endeffekt immer teurer als ein Barkauf. Leasing lohnt sich für Leute, die mit ihrem Geld Gescheiteres tun können: es z.B. in die eigene Firma investieren.

Weniger lohnt sich ein Leasing für Leute, die knapp bei Kasse sind und den Wagen gar nicht bar bezahlen könnten, da es, wenn etwas schief läuft, teuer werden kann. Seien Sie also realistisch und lassen Sie sich bei der Bank beraten.


Ist Occasionsleasing möglich?

Klar. Die Leasing Konditionen hängen stark von Alter, Marke und Modell ab. Bei älteren Semestern gilt weiterhin "bar auf die Kralle": Die Leasing-Anbieter setzen die Grenze meist bei zehn Jahren und 200'000 Kilometer bis Ende Leasingdauer.

Wie berechnet sich die Leasingrate?

Beim Leasing eines Autos mit einem Kaufpreis von 20‘000 Franken fallen für eine Leasing-Dauer von 36 Monaten monatliche Kosten in Höhe von rund 370 Franken an.Dies ergibt über den kompletten Zeitraum Gesamtkosten von rund 13‘300 Franken. Dieser Betrag ist allein für die Nutzung des Wagens bestimmt. Hinzu kommen die Kosten für die Vollkaskoversicherung und vielleicht für eine zusätzliche Ratenversicherung. Während der Leasing-Dauer darf der Leasingnehmer mit dem Auto insgesamt 30.000 Kilometer fahren. Für jeden weiteren Kilometer fallen 0,15 Franken an Mehrkosten an.

Welche Leasingvariante?

Die transparenteste Variante ist das Auto-Leasing mit Kilometerbegrenzung. Hier werden Laufzeit und voraussichtliche Gesamtkilometer vertraglich festgelegt. Am Ende kann der Leasingnehmer das Auto bei vertragsgemässer Nutzung ohne weitere Zahlung zurückgeben. Mehr- oder Minderkilometer werden zu einem voraus festgelegten Satz abgerechnet.

Beim Leasing über Restwert wird beim Vertragsabschluss der Berechnung der Leasingraten ein bestimmter Restwert zugrunde gelegt. Am Ende der Laufzeit wird der tatsächliche Wert ermittelt, die Differenz muss der Leasingnehmer ausgleichen. Je nach Zustand des Wagens droht dann böse Erwachen. Also: Halten Sie die Serviceintervalle ein und seien Sie nett zum Auto.

Beim Service-Leasing beinhaltet die monatliche Leasingrate auch die Versicherung und Kostenpauschale für Service und Reparaturen. Diese Finanzierungs-Gesamtpakte werden häufig von Auto-Banken angeboten und mit sehr niedrigen Zinssätzen berechnet.

Vergleichen, bitte

Lassen Sie sich von der Bank beraten. Ein Vergleich der verschiedenen Varianten lohnt sich allemal, zumal sich auch kleine Zinsdifferenzen unter dem Strich einen grossen Kostenunterschied ausmachen. Und unter dem Strich wollen wir doch einfach Spass am neuen Auto haben.