Benzin – Der (noch) unangefochtene Nr. 1 Antrieb der Schweiz

Alternative Antriebe sind momentan gross im Kommen. Die Nachfrage nach und das Angebot an Autos mit energieeffizienten Antrieben nehmen stets zu. Doch weiterhin laufen in den meisten Fahrzeugen der Schweiz Benzin-Verbrennungsmotoren. Doch was sind die Vor- und Nachteil von Benzinern?

Illustration einer Benzinzapfsäule in der Mitte, links und rechts daneben jeweils die Vor- und Nachteile des Benzinmotors auf hellbraunem Grund

Was ist der Unterschied zwischen Benzin und und Diesel?

Sowohl Benzin wie auch Diesel werden aus Erdöl hergestellt und sind eine Mischung aus unterschiedlichen Kohlenwasserstoffen. Der grösste Unterschied zwischen den beiden Treibstoffarten ist, dass Benzin im Gegensatz zu Diesel sehr leicht entzündlich ist. In beiden Fällen ist im Brennraum der Zylinder eine Entzündung des Kraftstoffs notwendig. Das Fahrzeug wird, durch die so entstehende Energie, über Kolben und Kurbelwelle angetrieben. Der Hauptunterschied zwischen Benzin- und Dieselmotoren ist die Art der Kraftstoff-Entzündung. Im Benzinmotor wird der Treibstoff durch den Funken einer Zündkerze entfacht. Bei einem Dieselmotor hingegen ist keine Zündkerze vorhanden. Bei diesem wird die Luft im Zylinder so stark verdichtet, dass durch enorme Hitze eine Art Explosion geschieht und der Motor zu laufen beginnt.


Bei der Verbrennung von Benzin oder Diesel wird Energie freigesetzt, mit welcher das Auto bewegt wird. Der Benzinmotor verwandelt im Vergleich mit einem Dieselmotor einen tieferen Anteil der Energie in Bewegung und erzeugt mehr Abwärme. Somit erreicht der Benzinantrieb einen tieferen Wirkungsgrad als der Diesel.
Da die Druckzustände im Dieselmotor wesentlich höher sind als im Benzinmotor, sind sie auch aufwändiger gebaut. Dies wirkt sich auf den Preis der Autos aus. Benziner sind deshalb oft günstiger als Dieselautos.

Warum ist Benzin in der Schweiz günstiger als Diesel?

In den meisten umliegenden Ländern ist Diesel günstiger als Benzin. Das liegt daran, dass in unseren Nachbarländern weniger Steuern auf Diesel gezahlt werden muss als bei uns. Der Preis pro Liter Diesel ist also zu einem grossen Teil politisch festgelegt. Die Mineralölsteuer und die Importabgaben auf Diesel sind höher als jene für Benzin.

Was passiert wenn ich bei einem Benzinauto Diesel tanke?

Fehlbetankungen kommen heute nur noch selten vor, da die Tankstutzen unterschiedlich gross sind. Der Dieselstutzen passt meistens nicht in einen Benzintank. Passiert das Unglück trotzdem – zum Beispiel mit einem Reservekanister – kommt es fast immer zu grossen Schäden.
Gelangt versehentlich Diesel in den Benzin-Motor muss der Kraftstoff von Fachleuten abgepumpt und entsorgt werden. Anschliessend muss das ganze Treibstoffsystem gereinigt werden, um teure Folgeschäden zu vermeiden.

Lohnen sich Benziner eher für Kurz- oder Langstrecken?

Benzinmotoren kommen viel schneller auf Betriebstemperatur als Dieselmotoren, das ist vor allem bei Kurzstrecken und in der Stadt von Vorteil. Bei Langstrecken hingegen weisen Benzinfahrzeuge, im Vergleich zu Dieselmotoren, einen höheren Kraftstoffverbrauch auf. Wer Wert auf einen geringen Verbrauch legt, kann dies durch die Wahl eines sparsameren Benziners mit einem Realverbrauch unter 6 Litern realisieren. Aber auch im Hinblick auf eventuelle Verbote für Dieselfahrzeuge in bestimmten Zonen, scheint für Kurzstrecken-Nutzer ein Auto mit Benzinmotor die bessere Alternative zu sein.

Lohnt es sich einen Benziner zu kaufen?

Mit einem Auto, das einen Verbrennungsmotor hat, findet man auf jeden Fall immer und überall eine Tankstelle – grosse Routenplanungen sind daher nicht nötig. Der Treibstoff an sich ist jedoch nicht so nachhaltig, wie bei Erdgas- oder Elektroautos zum Beispiel. Im Vergleich zum Diesel ist jemand, der eher kurze Strecken fährt mit einem Benziner gut bedient und wird sein Auto aus einem breiten Angebot auswählen können.