Honda e Prototype – Elektrisch entspannter pendeln

Nächsten Frühling startet der knuffige Citystromer Honda e. Eine erste Probefahrt im Prototypen weckt die Vorfreude auf das elektrische Pendlerauto von Honda.

Honda e Prototype auf der Teststrecke

Der Honda e Prototype in Zahlen

  • Motor: E-Motor (110 kW (150 PS), über 300 NM ab 1 U./Min.)

  • Antrieb: Heck

  • Getriebe: 1-Gang-Handschaltung

  • Fahrleistungen: k.A.

  • Masse: k.A.

  • Verbrauch: über 200 km Reichweite

  • Testwagenpreis: k.A.

  • Konkurrenten: Mini Cooper SE, Opel Corsa-e, Peugeot e-208, Renault Zoe, Smart EQ Forfour u.a.

  • Stand: 10.07.2019

Wem der Honda e gefällt

Der erste elektrische Honda ist für die Stadt gemacht. Die Japaner sprechen Pendler an, die in der Agglomeration leben. Neben dem vernünftigen E-Motor bietet der Honda e aber auch einen emotionalen und Fahrspass versprechenden Heckantrieb.

Bitte recht freundlich

Optisch fällt der kecke Stromer komplett aus dem Rahmen. Kein aktueller Honda sieht so simpel und unverspielt aus wie der Stromer. Aber er hebt sich auch von den meisten Modellen anderer Hersteller ab. Während moderne Autos meist etwas grimmig wirken, sieht der Honda e mit seinen runden LED-Leuchten freundlich und knuffig aus. Auch wenn es sich bei dem von uns getesteten Modell noch um einen Prototypen handelt, der erst zu 95 Prozent serienreif ist, dürfte sich an der Optik kaum mehr etwas ändern. Das gilt auch für die kleinen Stummel mit Kameras anstelle der Rückspiegel.

Honda e Prototype mit Spiegeln statt Seitenspiegeln

Bitte recht gemütlich

Im Cockpit blicken wir via Bildschirme statt Spiegel nach hinten. Das bietet bisher nur der Audi E-Tron, aber beim E-Tron sind die Bildschirme zu tief platziert. Im Honda e liegen sie dagegen direkt auf Blickhöhe. Zwischen den beiden Screens sind nochmals drei Bildschirme für die digitalen Instrumente und das Multimediasystem angeordnet, womit die Screen-Front über die gesamte Breite des Cockpits verläuft. Ein Plastikfilm, der sich wie Holz anfühlt, und bequeme sesselartige Stoffsitze sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Bei aller Moderne praktisch: Die Klimaanlage lässt sich weiterhin intuitiv über klassische Drehschalter bedienen und nicht über einen Touchscreen.

Testfahrer schaut im Cockpit des Honda e Prototypes auf Bildschirme

Bitte recht flott

Mit rund vier Metern Länge und einem prima Lenkeinschlag, weil der 110 kW (150 PS) starke E-Motor an der Hinterachse sitzt, ist der Honda e extrem wendig. Sein Wendekreis beträgt nur 8,6 Meter. So gehts in der Stadt flink um jede Ecke, auch weil er sehr direkt einlenkt und mit über 300 NM bei jeder Drehzahl flott beschleunigt. So ist dank dem Heckantrieb Fahrspass garantiert. Allerdings dünkt uns die Reichweite mit nur etwas über 200 Kilometern ziemlich bescheiden – auch im Vergleich zur Konkurrenz. Doch sei dies gemäss Honda ausreichend für ein Pendlerauto, schliesslich sei ihr Stromer nicht für Langstrecken konzipiert!

Honda e Prototype fährt auf der Teststrecke wendig um Kegel

Was uns weniger gefällt

Der Sportmodus im Honda e dürfte sich noch mehr vom Normalmodus unterscheiden. Beim Ansprechverhalten ist kaum ein Unterschied zu spüren. So könnte er dem versprochenen Fahrspass noch gerechter werden. Der Kofferraum ist ziemlich winzig und hat zudem durch den hinten platzierten Motor eine hohe Ladekante. Aber für den Wocheneinkauf reicht‘s trotzdem.

Was uns bestens gefällt

Für ein schlüssiges Urteil zum Fahrverhalten waren nur ein paar Runden auf der kurzen Honda-Teststrecke zu wenig. Aber das erfrischende und simple Design hat es uns angetan. Man muss den knuffigen Honda e einfach lieben. Dazu schafft er es im Innenraum die moderne Digital-Welt mit einem gemütlichen Wohnzimmer und praktischem Nutzen zu verbinden. Obwohl der Verkauf des Honda e erst nächsten Frühling startet, können ihn sich Interessierte auf honda.ch gegen eine Anzahlung von 1500 Franken bereits vorreservieren.

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Bildergalerie Honda e Prototype

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