JEEP COMPASS - Für alle Jahreszeiten

Über einen Zeitraum von sechs Monaten absolvierte der Jeep Compass Limited einen Dauertest für AutoScout24. Dabei erlebte er im Zeitraffer alle vier Jahreszeiten und überzeugte das vierköpfige Testteam in den Punkten Platzangebot, Design, Fahrverhalten und Technik.

Zahlen zum Jeep Compass Limited 4x4 2.0 Multijet 170 PS

  • Motor: 2.0 Multijet-Diesel mit 170 PS/350 Nm

  • Antrieb: Allrad

  • Getriebe: 9-Gang Automatik

  • Fahrleistungen: 0-100 km/h 9,5 s, Spitze 196 km/h

  • Masse: Gewicht 1615 kg, Kofferraum 438 bis 1251 l

  • Verbrauch: Werk 5,7 l/100 km, Test 6,5 l/100 km

  • Testwagenpreis: ab 45’200 Franken

  • Basispreis: ab 35’900 Franken (1.4l Benziner mit 170 PS)

  • Konkurrenten: VW T-Roc, Ford Kuga, Opel Mokka X

  • Stand: 05.12.2018

Wem der Jeep Compass gefällt

Der Jeep Compass gefällt Offroad-Fans, die den Look der Amis mögen, angesichts europäischer Platz- und Strassenverhältnisse aber einen Kompakt-SUV statt eines Big-Size-Offroaders bevorzugen.

Über 25'000 Kilometer absolviert

Er war ein beliebter Begleiter auf kurzen und langen Strecken. In nur einem halben Jahr hat der Jeep Compass, der bei AutoScout24 von Mai bis November einen Langzeittest absolvierte, einiges von Europa gesehen und exakt 25'106 Kilometer abgespult.

Probleme gab’s dabei keine – respektive keine, für die der Italo-Amerikaner etwas kann. Zwar störten am Anfang bei Autobahntempo starke Vibrationen am Lenkrad. Schuld daran war eine falsch kalibrierte Auswuchtmaschine. Nur so ist zu erklären, dass alle vier Räder des Dauertest-Compass nicht korrekt ausgewuchtet waren und deshalb das Lenkrad stark vibrierte.  

Rafael Künzle: Gutes Platzangebot

Vorne reist es sich erstklassig, auch auf längeren Fahrten. Zum Langstreckenkomfort tragen insbesondere die 8-fach elektrisch verstellbaren Ledersitze bei. Hinten wird es etwas enger, zumindest für Grossgewachsene wie unseren Kollegen Mario Borri. Die Fraktion der Kleingewachsenen hätte sich hingegen eine tiefere Ladekante gewünscht, womit wir beim Kofferraum wären. Das Volumen beträgt 438 Liter und lässt sich durch Umklappen der Sitze auf gute 1251 Liter erweitern.

Isabelle Riederer: Sportlich-Elegantes Design

Das Design des Compass präsentiert sich als gekonnter Mix der aktuellen Jeep-Formensprache – mit Anleihen beim Flaggschiff Cherokee. Dazu gehört der schmale Grill mit den typischen sieben Schlitzen und den schmalen Scheinwerfern inklusiv LED-Leuchtband. Das Heck ist eine Mischung zwischen Cherokee und Grand Cherokee. Jeep ist beim Compass eine gute Optik gelungen. Das Kantig-Militärische wurde vermieden. Kein Machogetue und kein inszenierter Offroad-Look. Der Compass gibt sich sportlich-elegant. Trotzdem ist der Compass kein Mode-SUV für Softies geworden.

Michael Lusk: Tadelloses Fahrverhalten

Der 170 PS und 380 Nm starke Diesel überzeugte während des sechsmonatigen Dauertests vor allem mit seiner Durchzugskraft und mit seinem Verbrauch von 6,5 Litern auf 100 Kilometer. Vor allem auf langen Etappen genügte es, das Gaspedal leicht anzutippen und der Compass legte souverän an Tempo zu. Die 9-Gang-Automatik sorgte dabei für tiefe Drehzahlen und Verbrauch. Einzig bei sportlicher Fahrweise hätten wir uns etwas harmonischere Schaltvorgänge gewünscht. Summa summarum schlug sich der Compass in dieser Kategorie aber tadellos.

Mario Borri: Umfassende Technik

Vom Tempomat über den Spurhalteassistenten bis zum Parksensor: Für den Jeep Compass gibt’s viele Helfer gleich serienmässig. Toll auch das intuitive Infotainmentsystem mit bis zu 8,4-Zollbildschirm sowie Navi- und Kommunikationsfeatures, die per Touchscreen bedient werden. Dank Apple CarPlay und Android Auto lässt sich jedes Smartphone einfach und schnell integrieren. Für mich als Musikfan ist das Beats Premium Audio System das Highlight. Mit neun Lautsprechern, 12-Kanal-Verstärker und DVC Subwoofer sorgt es für satten Sound.

Was uns bestens gefällt

Kilometer hat der Kompakt-Indianer mit Vorliebe auf der Langstrecke gefressen. Auch bei gelegentlichen Ausflügen ins Gelände machte er eine gute Figur. Der Innenraum ist geräumig, die Technik auf dem neuesten Stand.

Was uns weniger gefällt

Neun Gänge sind zwar mehr als bei den meisten Konkurrenten, doch das Getriebe schaltete bisweilen etwas hektisch zwischen den Gängen hin und her. Hohe Drehzahlen und sportlichere Fahrweise passten zudem weniger zum Charakter des Compass, was er auch mit einem Brummen quittierte.

1800 / 1600 1.125

Bildergalerie Jeep Compass

Diskutieren Sie mit