KIA SPORTAGE - Schaf im Wolfspelz

Optisch wirkt der neue Kia Sportage deutlich dynamischer. Doch beim Fahren lässt der Kompakt-SUV die Aggressivität der Optik vermissen.

Die Zahlen zum Kia Sportage 2.0 CRDi «Style GT Line»:

  • Motor: 2,0-Liter-R4-Diesel (185 PS, 400 NM von 1750 bis 2750 U./Min.)
  • Antrieb: Allrad
  • Getriebe: 6-Gang-Automat
  • Fahrleistungen: 0-100 km/h 9.5 s, Spitze 201 km/h
  • Masse: Gewicht 1690 kg, Kofferraum 503 bis 1492 Liter
  • Normverbrauch: 6,3 Liter auf 100 km
  • Basismodell: 1.6 GDi, 137 PS, ab 23'950 Franken

Kia Sportage konfigurieren
Kia Sportage auf AutoScout24

Wer glaubt, SUV und Allrad gehörten zusammen wie Reis und asiatische Küche, verfällt einem Irrglauben. Die Boomgefährte werden immer öfter als Fronttriebler verkauft. Beim Kia Sportage waren es bei uns letztes Jahr mit 47 Prozent fast die Hälfte.

So ist für die koreanische Marke eine Version mit Frontantrieb im SUV-Bereich nicht mehr wegzudenken. Aus diesem Grund ist ab sofort auch der neue Sportage mit und ohne 4x4 erhältlich.

Verspielte Extravaganz

Bisher war Kias Kompakt-SUV schlicht und schnörkellos. Das garantierte ihm einen eleganten Auftritt. Nun haben die Koreaner den Sportage verspielter gestaltet, womit er frecher daherkommt.

Besonders extravagant ist die Front mit aufgesetzt wirkenden Scheinwerfern, separaten Nebellampen unten und dem typischen Kia-Kühlergrill. Dagegen wirkt das Heck mit den neuen und durch eine Chromspange verbundenen LED-Leuchten eher langweilig.

Übersichtliche Moderne

Auch im Innenraum ist Kia ein grosser Sprung gelungen. Der Sportage wirkt, auch dank neuem 7- oder 8-Zoll-Touchscreen, klar moderner und übersichtlicher. Gab es vorher nur vorne eine Sitzheizung, lässt sich nun auch auf der Rückbank der Hintern wärmen, während Fahrer und Passagier ihn zudem kühlen können.

In beiden Sitzreihen ist genug Platz vorhanden, weil der Sportage in der Länge um vier Zentimeter auf 4,48 Meter gewachsen ist. Das Kofferraumvolumen hat um 15 Liter auf maximal 1492 Liter zugenommen.

Umfangreiche Auswahl

Im Gegenzug sollen die Motoren beim Durst abnehmen und so bis zu zwölf Prozent weniger CO2 ausstossen. Die vielseitige Palette startet mit dem 1,6-Liter-Benziner mit 136 PS und Handschaltung. Neu ist ein 1.6-Liter-Turbobenziner (177 PS) mit Doppelkupplungsautomat erhältlich.

Neben einem 1,7-Liter-Diesel (115 PS) gibts einen Zweiliter-Selbstzünder in zwei Stufen (136 und 185 PS). Die schwächere Version lässt sich mit Front- oder Allradantrieb sowie Handschaltung oder Automat kombinieren. Der 185-PS-Diesel ist nur mit 4x4 und dem 6-Gang-Automat erhältlich.

Fehlende Dynamik

Diese Topversion wird in der Schweiz wahrscheinlich am meisten gefragt sein – aus gutem Grund. Der Motor gefällt mit schönem Durchzug, obwohl der Automat ihn leicht ausbremst. Optisch verspricht der neue Sportage allerdings mehr Dynamik, als er schlussendlich bietet. Er ist ein komfortabler Gleiter und eher unspektakulär zu fahren.

Dafür sind auch die Preise unspektakulär. Schon ab 23'950 Franken ist ein Sportage zu haben. Für den stärksten Diesel sind in der Topausstattung «Style GT Line» 44'950 Franken fällig – und das lässt sich nur noch mit einer Metallic-Lackierung steigern.

1000 / 1000 1

Diskutieren Sie mit