MERCEDES-BENZ A-CLASS - Oberklasse im Kompaktformat

Die neue A-Klasse von Mercedes-Benz ist total vernetzt, spricht und sieht auch noch gut aus! Mit Ausstattungsmerkmalen der Oberklasse bringt sie alles mit um im Markt der Kompakten zu punkten.

Zahlen zum Mercedes-Benz A200

  • Motor: 1,33-Liter-Benziner (163 PS, 250 Nm bei 1620 U/min)

  • Antrieb: Frontantrieb

  • Getriebe: 7-Gang-DTC Automatik

  • Fahrleistung: 0 – 100 km/h 8,0 s, Spitze 225 km/h

  • Masse: Gewicht 1355 kg, Kofferraum 370 bis 1210 Liter

  • Verbrauch: Werk 5,7 l auf 100 km

  • Testwagenpreis: ab 61’302

  • Basispreis: ab 37’180

  • Konkurrenten: VW Golf, BMW 1er, Audi A3, Hyundai i30, Renault Megane, Mazda 3, Peugeot 308, Opel Astra,

  • Stand: 2. August 2018

Wem die Mercedes-Benz A-Klasse gefällt

Die neue A-Klasse ist das ultimative Digital Gadget auf vier Rädern. Ob Jung oder Alt, wer gern auf dem neusten Stand der Technik ist, hat mit der neuen A-Klasse das ideale Gefährt. Erstmal kommt nämlich in der neuen A-Klasse das neue Mercedes MBUX (Mercedes Benz User Experience) System zum Einsatz. Dessen Aufbau an ein Handybetriebssystem erinnert und dass mit regelmässigen Updates auf dem aktuellsten Stand gehalten werden soll. Das MBUX-System kann überdies mit einer intuitiven und intelligenten Sprachbedienung gesteuert werden. Ob es jedem gefällt, dass die eingebaute „Künstliche Intelligenz“ sich die Route des Nachhausewegs merkt oder weiss, wen wir an bestimmten Zeiten anrufen, ist Geschmackssache.

Überzeugt nicht nur optisch

Optisch hat sich die A-Klasse in der vierten Generation endgültig vom Rentner-Image verabschiedet. Die neue Mercedes A-Klasse sieht nicht nur adrett und knackig aus, sondern überzeugt auch mit sachlichen Argumenten: Die Rundumsicht ist besser als bei der bisherigen Generation. Dank der zwölf Zentimeter längeren und 1,6 Zentimeter breiteren Karosserie sowie des um 30 Millimeter gestreckten Radstandes steht den Passagieren vorne und hinten zudem spürbar mehr Freiraum zur Verfügung. Ferner bietet der Kofferraum rund 30 Liter mehr Volumen und lässt sich dank der nun breiteren Heckklappe besser nutzen.

Aber hallo, Mercedes!

Was äusserlich schon überzeugt, knallt im Innern so richtig rein. Das revolutionäre Cockpit lässt diejenigen der Konkurrenz aussehen wir Höhlenmalerei. Statt der üblichen Rundinstrumente gibt es im Cockpit optional wie in S- und E-Klasse zwei grosse, nebeneinander angeordnete Displays. Deren Anzeigen lassen sich weitgehend frei konfigurieren und personalisieren. Die bevorzugten Einstellungen können als individuelle Profile gespeichert und auf Knopfdruck wieder abgerufen werden. Zur Steuerung dienen zwei Sensortasten im Lenkrad, ein Touchscreen (rechtes Display) sowie (optional) ein Touchpad mit haptischer Rückmeldung und eine Sprachsteuerung, die ähnlich wie Alexa oder Siri auf ein Schlüsselwort «Hallo Mercedes» anspricht. Statt einzelner Kommando-Begriffe verarbeitet das System komplexe Sätze und übersetzt diese verblüffend zuverlässig in Funktionen. Sagt der Fahrer «Mir ist kalt», stellt das System die Heizung um ein Grad wärmer. Die Frage «Brauche ich eine Sonnenbrille in Zürich?» quittiert das Auto mit einer Wetterinfo aus der Cloud. Fragt man die A-Klasse nach ihrem Alter, kann sie gar witzig sein und antwortet: «Eine Dame fragt man nicht nach ihrem Alter.» Aktuelle Restaurantempfehlungen, komplexe Navi-Eingaben, simple Fahrzeugfunktionen – alles spielend leicht dank Sprachsteuerung. So cool und zugleich konkurrenzfähig war die neue Mercedes A-Klasse noch nie.

Hübsches Farbenspiel

Bei so viel Technik, übersieht man beinahe, dass Mercedes-Benz die neue A-Klasse ziemlich edel und wohnlich eingerichtet hat. Hinzu kommt eine riesige Auswahl an Komfortausstattung (inklusive verspielter Innenraum-Ambiente-Beleuchtung in 64 verschiedenen Farben – von kreischpink bis himmelblau) und viele Möglichkeiten, den Innenraum zu individualisieren.

Von gemütlich bis sportlich

Angetrieben wurde unser Testwagen von einem 1,3-Liter Benzinmotor mit 163 PS. Ein durchaus drehwilliges und vibrationsarmes Aggregat. Das Getriebe (Doppelkupplungsautomatik) sortierte die sieben Vorwärtsgänge schnell, wechselte geschliffen die Übersetzungen, reagierte aber auf Kickdown-Anfragen leicht unschlüssig und wie fast alle Direktschaltgetriebe etwas zu passiv. Der optimal an der Lenksäule angebrachte Wählhebel könnte wertiger sein. Die Federung schluckt Unebenheiten ausserordentlich erwachsen, reagiert auf Verwerfungen feinfühlig und hat auch mit reichlich Ballast an Bord keine Probleme, heftige Bodenwellen zu parieren. Die Lenkung entspricht dem ausgeglichenen Temperament des A 200: Um die Mittellage noch gelassen, dank definierter Rückstellung und passender Übersetzung auch sportlich tragbar – so schafft der Mercedes gemütliche Gangarten genauso gut wie freudvolles Kurvenräubern.

Weniger Freude bereitet dagegen der aktive Spurhalteassistent. Kommt man auch nur in die Nähe der Fahrbahnbegrenzung bremst dieser das Fahrzeug aggressiv runter und sorgt für Schrecksekunden hinterm Lenkrad. Zum Glück arbeiten alle weiteren, teils optionalen Assistenzsysteme, wie Totwinkelwarner und Notbremsassistent perfekt und ohne Zickereien.

Was uns am besten gefällt

Die neue A-Klasse ist nicht nur ein schicker Kompaktwagen, sondern bietet in Sachen Assistenzsysteme und Konnektivität das Nonplusultra. Und die Sprachsteuerung ist echt grossartig.

Was uns weniger gefällt

Die neue A-Klasse ist zwar schick und cool, aber fährt erst vollständig sicher und technisch optimal aufgerüstet vor, wenn viel zusätzliches Geld fliesst.

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Bildergalerie Mercedes-Benz A-Klasse

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