MITSUBISHI ASX - Frisch geliftet

Der ASX von Mitsubishi hat ein üppiges Facelift bekommen. Das Gute: Den kompakten SUV gibt es endlich wieder mit Allradantrieb.

Zahlen zum Mitsubishi ASX

  • Motor: 2,0 Liter Benziner (150 PS, 195 NM bei 4200 U/min)

  • Antrieb: Allradantrieb

  • Getriebe: CVT-Automatik

  • Fahrleistung: 0 – 100 km/h in 12,2 s, Spitze 190 km/h

  • Masse: Gewicht 1450, Kofferraum 406 l

  • Verbrauch: n/a

  • Basispreis: unter 35'000 Franken

  • Konkurrenten: Seat Arona, VW T-Cross, Opel Mokka X, Fiat 500 X, Subaru XV

  • Stand: 5. Juni 2019

Mit dem 2009 eingeführten ASX hat Mitsubishi ins Schwarze getroffen. Der Kompakt-SUV verkaufte sich bis heute weltweit 1,32 Millionen Mal – in der Schweiz knapp 10'000 Mal. Für die Japaner ist der ASX das drittwichtigste Modell nach dem Outlander und dem L200. Jetzt darf sich der ASX über ein üppiges Facelift freuen und das kann sich durchaus sehen lassen.

Robuster Auftritt

Besonders an der Optik haben die Japaner hart gearbeitet, um dem ASX mehr Visibilität zu verleihen. Dazu trägt vor allem die neugestaltete Front dazu bei, die jetzt das markentypische Dynamic-Shield-Design in den Fokus rückt. Dadurch wirkt der ASX ziemlich kräftig und sportlich. Die Kombination aus flacher Motorhaube, vertikal ausgerichtetem Grill, weit aussen angeordneten Scheinwerfern und Unterfahrschutz in Alu-Optik wirkt modern und robust zugleich.

Vorne neu, hinten schon bekannt

Darüber hinaus wird der ASX mit den neu angeordneten Blinkern und Nebelscheinwerfer optisch etwas in die Breite gezogen. In der Seitenansicht ist aber klar erkennbar, dass es sich lediglich um ein Facelift handelt. Hier ändert sich eigentlich nichts. Am Heck ist die neueste Variante an den neu gezeichneten LED-Rückleuchten erkennbar. Drei neue Aussenlackierungen (Red Diamond, Sunshine Orange und Oak Brown) runden die optische Verjüngungskur ab.

Infotainment-Update

Im Innenraum wurde vor allem die Technik modernisiert. Beim Infotainment-System kommt nun ein acht Zoll grosser Touchscreen (bisher 7 Zoll) zum Einsatz. In der höchsten Ausstattungslinie Diamond ist serienmässig ein Navigationssystem von TomTom an Bord. Ausserdem können die Fahrer über die Internet-Verbindung ihres Smartphones nun auch Verkehrsinformationen in Echtzeit abrufen. Bei stehendem Fahrzeug kann man auf dem Bildschirm sogar Videos von einem USB-Stick angucken. Zudem wird es noch eine eigene App geben, die verschiedene Fahrzeuginformationen zu Geschwindigkeit und Kilometerstand sowie Warnhinweise berücksichtigt. Die App kontrolliert den aktuellen Tankfüllstand, navigiert zur nächsten Tankstelle und gibt Hinweise zu Wartungs- und Serviceintervallen. Ansonsten bleibt das Interieur wie gehabt. Praktisch und funktional, viel Hartschaumplastik und auf Wunsch mit Lederausstattung.

Ein Motor für alle

Bei den Motoren halten es die Japaner einfach. Es gibt nur einen! Statt des alten 1,6-Liter Benziner mit 115 PS, gibt es jetzt einen 2,0-Liter-Benziner mit 150 PS – wahlweise mit einem Fünfgang-Schaltgetriebe oder mit einem automatisierten CVT-Getriebe ausgestattet ist. Neben Frontantrieb gibt dafür endlich wieder auch einen Allradantrieb – diesen aber nur in Verbindung mit dem CVT-Getriebe. Die 150 PS reichen aus um gemütlich von A nach B zu kommen, das CVT-6-Gang-Getriebe ist und bleibt Geschmackssache. Zwar gibt es einen integrierten Sportmodus, nur macht es die Sache nicht weniger heulerisch. Bei einer ersten Testfahrt rund um Portugals Hauptstadt Lissabon vermochte der ASX dennoch einen guten Eindruck zu hinterlassen. Das straffe Fahrwerk und die etwas schwammige Lenkung sind gewöhnungsbedürftig.

Wieder bereit fürs Gelände

Eine grosse Freude ist der wieder erhältliche permanente Allradantrieb mit drei Fahrmodi, die über einen Knopf in der Mittelkonsole angewählt werden können. Im Modus «2WD» werden ausschliesslich die Vorderräder angetrieben. Im «4WD Auto»-Modus wird das Antriebsmoment variabel nach hinten und vorne verteilt, je nach Untergrund und Strassenverhältnis. Im Modus «4WD Lock» wird für die maximale Traktion das 1,5-fache Drehmoment der Funktion «AWD Auto» an die Hinterräder geleitet.

Verbesserte Sicherheitsausstattung

Ein weiterer wichtiger Teil des Updates im neuen ASX ist die verbesserte Sicherheitsausstattung. Hier war die mittlerweile 10 Jahre alte Basis zuletzt stark ins Hintertreffen geraten. Dank dem Facelift verfügt der ASX jetzt über ein Auffahrwarnsystem inklusive Notbremsassistent. Optional kommen noch Spurhalte-, Totwinkel-, Auspark- und Fernlichtassistent dazu.

Was gut gefällt

Als Mitsubishi im Zuge der Dieselkrise dem ASX den Allradantrieb wegnehmen mussten, tat das schon weh. Zum Glück ist dieser wieder da!

Was weniger gut gefällt

Optisch und auch technisch hat Mitsubishi dem ASX neues Leben eingehaucht. Schade, nur das sie nicht auch gleich ein neues Automatik-Getriebe eingeführt haben.

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Bildergalerie Mitsubishi ASX

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