PORSCHE CAYENNE - Perfektion & Pfeffer

Fernab befestigter Strassen trifft man den Porsche Cayenne für gewöhnlich selten an. Wir machten eine Ausnahme und testeten die brandneue dritte Generation auf Schnee und Eis in Samedan.

Zahlen zum Porsche Cayenne S

  • Motor: 2,9-Liter-V6-Biturbo mit 440 PS / 550 Nm

  • Antrieb: Allrad

  • Getriebe: Achtgang-Automatik

  • Fahrleistungen: 0-100 km/h in 4,9 s, Spitze 265 km/h

  • Masse: Gewicht 2020 kg, Kofferraum 770 bis 1710 Liter

  • Verbrauch: Werk 9,2 l/100 km

  • Testwagenpreis: ab 121'700 Fr

  • Basispreis: Porsche Cayenne (340 PS / 450 Nm) ab 99'300 Franken

  • Konkurrenten: Maserati Levante, Volvo XC90, BMW X5, Audi Q7

  • Stand: 28.02.2018

Wem der Porsche Cayenne gefällt

Ob Strasse, Gelände oder Rennstrecke – Porsche-Fahrer mit Hang zur Vielseitigkeit bekommen mit der dritten Cayenne-Generation noch mehr geboten. Leistungsstärkere Turbomotoren, eine Hinterachslenkung, ein neues Achtgang-Getriebe, neue Fahrwerksysteme sowie ein innovatives Anzeige- und Bedienkonzept mit umfassender Konnektivität erweitern die Spreizung zwischen Sport und Komfort.

Der Anzug sitzt

Für Nr.3 legten sich die Zuffenhausener mächtig ins Zeug. Der Cayenne basiert auf dem neuen modularen Längsbaukasten (MLB), wuchs in der Länge um 6 Zentimeter auf 4,92 Meter, und büsste in der Höhe einen Zentimeter ein (1,70 m). Zur schicken Optik tragen an der Front prägnantere Kotflügel, neu gestaltete Scheinwerfer und überarbeitete Lufteinlässe bei. Seitlich fallen die gedrungene Dachlinie sowie die dynamischeren Seitenscheiben ins Auge, während die durchgehende Leuchtsignatur das Heck aufpeppt.  

Panamera Plus

Im Innern kommen Ästheten und Technikbegeisterte gleichermassen auf ihre Kosten. Das Infotainmentsystem mit dem langgezogenen 12,3-Zoll-Touchscreen wurde vom Panamera übernommen, kann aber deutlich mehr: Die Sprachsteuerung wurde verbessert, der neue «Risk-Radar» warnt vor Gefahren, die neue «Search-Funktion» erleichtert das Suchen und eine Offroad-App sorgt für mehr Spass abseits der befestigten Strassen.

Schönling mit Nehmerqualitäten

Cayenne-Fahrer werde die urbanen Gefilde wohl nur selten verlassen – was uns nicht davon abhielt, deren Gefährt ins Schneegestöber zu entführen. Je nach Terrain werden Antrieb, Fahrwerk und Sperren mittels Fahrmodi-Wahlschalter an die Szenerie angepasst. Dank Allradantrieb, Luftfederung mit Niveauregulierung und Höhenverstellung, Differenzialsperre für die Hinterachse, Bergan- und Abfahrtshilfe sowie einer Diät (bis zu 65 kg leichter) schafft es der Cayenne weiter, als sich die meisten Besitzer wagen werden.

Kür auf Asphalt

Auf die Asphalt-Kür wollten wir natürlich nicht verzichten. Wichtigstes Novum ist hierbei wohl die neue Hinterachslenkung. Der neue Cayenne ist aber nicht nur agiler und stabiler (elektrische statt mechanische Wankstabilisierung) – er ist auch schneller als bisher. Die drei ab sofort bestellbaren Benziner mit 340 (vorher 300), 440 (420) oder 550 PS (520) erhielten einen deutlichen Leistungszuwachs. Diesel und Hybrid sollen zu einem späteren Zeitpunkt folgen.  

Was uns bestens gefällt

Bereits die zweite Generation schrammte nur knapp an der Perfektion vorbei – doch die Zuffenhausener schafften es, den neuen Cayenne noch schöner, leistungsstärker und agiler zu bauen. Herausragendes Detail ist für uns die neue Hinterachslenkung.

Was uns weniger gefällt

Der Porsche Cayenne polarisiert seit seinem Debut 2002 – daran dürfte auch der Neue wenig ändern. Die Argumente werden den Gegnern auch ohne unser Zutun nicht ausgehen.

3600 / 1600 2.25

Bildergalerie Porsche Cayenne S

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