PORSCHE 911 - Der Überelfer

Kein Porsche ist aktuell schneller, brutaler, extremer als der für die Rennstrecke gebaute 911 GT2 RS. Nichtsdestotrotz überzeugt der Überelfer auch im Alltag.

Zahlen zum Porsche 911 GT2 RS

  • Motor: 3,8-Liter-V6-Biturbo mit 700 PS / 750 Nm

  • Antrieb: Heck

  • Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

  • Fahrleistungen: 0-100 km/h 2,8 s, Spitze 340 km/h

  • Masse: Gewicht 1470 kg, Kofferraum 115 Liter

  • Verbrauch: Werk 11,8 l/100 km

  • Basispreis: ab 370’900 Franken

  • Testwagenpreis: 422’300 Franken

  • Konkurrenten: McLaren 720S, Lamborghini Huracan Performante, Ferrari 488 Pista 

  • Stand: 17.09.2018

Wem der Porsche 911 GT2 RS gefällt

Der GT2 RS ist der Traum jedes Porschefahrers, der auf eigener Achse zur Rennstrecke und dort (fast) alles in Grund und Boden fahren will – dabei überzeugt er durch seine Perfektion, Dosier- und Beherrschbarkeit, gibt sich aber im Alltag handzahm.

Explosionsartige Beschleunigung

Ein Tritt aufs Gaspedal – und der GT2 RS explodiert förmlich. Mit Heckantrieb brennt er eine Zeit von 2,8 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 in den Boden. Die beiden hinteren Reifen krallen sich förmlich in den Boden, der Schub lässt auch über 100 km/h nicht nach. In knapp über 8 Sekunden sind 200 km/h erreicht, Tempo 300 steht nach rund 22 Sekunden auf der Uhr. Wer den rechten Fuss dann immer noch durchdrückt, ist kurze Zeit später bei der Höchstgeschwindigkeit von 340 km/h.

Rennstrecken-Tier

Auf öffentlichen Strassen kann man das Potenzial ohnehin nicht ausloten, auf Rennstrecken ebenfalls nur Profis. Die mögliche Querbeschleunigung liegt weit jenseits dessen, was man selbst als sportlicher Autofahrer für möglich hält. Ein Tritt in die Bremsen, und der Überelfer verzögert so brutal, dass es dem Fahrer beinahe die Augäpfel aus den Augenhöhlen drückt. Und egal, wie sehr man den GT2 RS fordert: Er lässt auch nach dem zehnten Launch Control Start oder ebenso vielen Vollbremsungen kein Mü nach.

Lammfrommer Daily Driver

Wer will, kann aber den GT2 RS auch als Alltagsauto nutzen. Die Anmutung im Interieur ist hochwertig, der Komfort der Sitze und des Fahrwerks macht auch lange Autobahnstrecken nicht zur Tortur, Temposchwellen meistert er dank eines Nose-Lift-Systems ohne Probleme. Soundsystem, Navi und Infotainmentsystem kommt ohnehin aus dem 911er-Regal, man findet sich sofort und intuitiv zurecht.

Was uns bestens gefällt

Rennstrecke, Passstrasse, (deutsche) Autobahn – jeder Kilometer in diesem Geschoss macht süchtig und Lust auf mehr. Jeder mit nur ein bisschen Benzin im Blut würde am liebsten gar nicht mehr aussteigen.

Was uns weniger gefällt

Der hohe Preis macht den Kreis potenzieller Käufer eh schon klein. Zwar ist der GT2 RS nicht limitiert. Aber weil Porsche nicht so viele produzieren kann, wie der Markt gerne hätte, müssen jene, die keinen bekommen haben, nochmals einen satten Aufpreis zahlen.

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Bildergalerie Porsche 911 GT2 RS