SKODA FABIA - Cleverer Tscheche

Markanteres Design, sauberere Motoren und mehr Assistenzsysteme: Skoda hat dem Kleinwagen Fabia ein Update gegönnt.

Zahlen zum Skoda Fabia 1.0 TSI DSG Monte Carlo

Motor: 1.0-l-Benziner (110 PS, 200 Nm ab 2000 U./min)

Antrieb: Frontantrieb

Getriebe: 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe

Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h 9,5 s, Spitze 196 km/h

Masse: Gewicht 1270 kg, Kofferraum 330 bis 1105 Liter

Verbrauch: Werk/Test 4,8/5,2 l/100 km, 110 g CO2/km, Energie C

Basispreis: ab 25’280 Fr.

Konkurrenten: Fiat Punto, Ford Fiesta, Hyundai i20, Opel Corsa, Peugeot 208, Renault Clio, Seat Ibiza, VW Polo.

Stand: 11. Februar 2019

Wem der Skoda Fabia gefällt

Dank dem Facelifting fährt der kleine Tscheche modischer daher als seine Vorgänger, erst recht in der getesteten Monte-Carlo-Version mit diversem Schnickschnack. Doch ein Lifestyle-Mini ist auch der neue Skoda Fabia nicht. Darum werden vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer, die einfach einen modernen, sicheren und cleveren Kleinwagen suchen, auf den neuen Skoda Fabia abfahren.

Neu mit LED-Scheinwerfern

Der seit 1999 gebaute und rund vier Millionen Mal verkaufte Skoda Fabia war stets ein Auto der Vernunft. Praktisch und pragmatisch ist auch die neuste Version, die modernisierte dritte Generation. Den angesagten Lifestyle-Allüren und dem zunehmend aggressiveren Styling erteilen die Designer des Fabia weiterhin eine Absage. Auch wenn der Fabia jetzt das scharfkantige Blechkleid von Superb und Octavia trägt, die Front – neu mit LED-Scheinwerfern - grimmiger wirkt als bei den Vorgängern und unser Testwagen in der Monte-Carlo-Ausstattung mit Front- und Dachspoiler, schwarzen Rückspiegeln sowie schwarzen 18-Zoll-Rädern veredelt ist.

Ledersportsitze und Carbon

Stylisch auch der Innenraum. In der erwähnten Sonderausstattung ist die Instrumententafel mit Carbon verziert, Fahrer und Beifahrer sitzen auf Ledersportsitzen und in Türen und Armlehnen gibt es rote Ziernähte. Ein Raumwunder ist der Fabia allerdings nicht. Anders als die Konzernbrüder Ibiza und Polo steht der Fabia auf einer Kleinwagen-Plattform mit kürzerem Radstand. Doch im Alltag kann man sich mit der mässigen Beinfreiheit und einem 330-Liter-Kofferraum, der sich auf 1150 Liter erweitern lässt, durchaus arrangieren. Für Kleinkram hats im Interieur zu wenig Platz.

Benzinpartikelfilter serienmässig

Den Antrieb übernimmt ein neuer, 110 PS starker 1,0-Liter-Dreizylinder in Kombination mit einem sanft und schnell schaltenden 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Das Aggregat knurrt bauartbedingt leicht, ist aber schon im Drehmomentkeller parat. So sprintet er bei entsprechendem Gasbefehl zackig los, Tempo 100 ist nach 9,5 Sekunden erreicht. Bei höheren Tourenzahlen geht dem Motörchen aber rasch die Puste aus, für Schweizer Autobahntempi reicht es aber locker. Mit einem Testverbrauch von etwas über fünf Litern (am Bordcomputer abgelesen) macht hier das Downsizing aber durchaus Sinn. Für sauberere Luft sorgt ein Benzinpartikelfilter.

Sattes Fahrgefühl

Überzeugen kann auch das Fahrwerk. Der Fabia vermittelt selbst bei hohem Tempo ein sicheres und sattes Fahrgefühl. Brav und mit guter Rückmeldung werden Lenkbefehle umgesetzt. In der Stadt macht es durchaus Laune, beherzter um Ecken zu fegen. Und auch auf schlechten Strassen ist der Fahrkomfort gut.

Erweitertes Assistenz-Programm

Ebenfalls Freude bereitet der Fabia mit seinen Helferlein, insbesondere mit dem Abstandstempomat. Dieser lässt sich einfach bedienen und einstellen, um den Fahrer auf langen Strecken zu entlasten. Feinfühlig, unaufgeregt und mit schneller Reaktionszeit regelt er die Abstände zum Vordermann. Kollisionswarner, Parksensor, Rückfahrkamera, Fernlicht- und Spurwechselassistent sowie Querverkehrwarner runden das erweiterte Assistenz-Programm sinnvoll ab.

Was uns weniger gefällt

Klar, dass man bei einem Kleinwagen keinen grossen Kofferraum erwarten kann. Ablagen für Kleinkram im Innenraum haben aber nicht zwingend mir der Fahrzeuggrösse zu tun. Und davon gibt’s zu wenig.

Was uns besonders gefällt

Die Fahrleistungen korrelieren dagegen durchaus mit der Hubraumgrösse. Doch wie souverän und kraftvoll der 1-Liter-Dreizylinder seine Arbeit verrichtet überrascht positiv. Und das trotz eines Sparverbrauchs von knapp über fünf Litern.

898 / 898 1

Bildergalerie Skoda Fabia

Diskutieren Sie mit