Vom virtuellen zum realen Rennfahrer und umgekehrt – so trainieren Profirennfahrer für echte Rennen

In atemberaubendem Tempo jagt Nico Müller über den Asphalt, vorbei an den Zuschauertribünen, Boxengasse auf Bestzeitenjagd. Der Thuner Rennfahrer sitzt aber nicht hinter dem Steuer eines echten Rennwagens auf der echten Rennstrecke, sondern in den Räumlichkeiten der Racing Fuel Academy in Horgen auf einem Simulator vor einem Bildschirm.

Nico Müller am Simulator-Steuer Nico Müller am Simulator-Steuer

Wie im echten Rennwagen muss der Pilot blitzschnell reagieren. Steuerung, Gas- und Bremspedal fühlen sich an wie in der Realität. Doch nicht nur das Fahrgefühl ist täuschend echt, auch die Akustik ist wie bei einem richtigen Wettkampf auf der Rennstrecke. Der Profirennfahrer Nico Müller nutzt diese einzigartige Simulationstechnik regelmässig, um für den realen Einsatz im Rennwagen zu trainieren. Die Einheiten auf den Simulatoren der Racing Fuel Academy sind fester Bestandteil seines Trainingsplans. «Die Rennpisten sind meist exakte Kopien der Realität und die Lenkkräfte werden eins zu eins nachgeahmt. Das hilft sehr, die Fahrtechnik zu verbessern und bringt mich jedes Mal ins Schwitzen», so der Profirennfahrer. Ausserdem werden die Streckenkenntnis und das Reaktionsvermögen verbessert. Natürlich werde die Simulation nie die Wirklichkeit ersetzen, sagt Müller. Das Fahren auf dem Simulator spare aber Kosten und mache sehr viel Spass.

Jede Menge Spass hatten auch die drei Finalisten der «AutoScout24 Young Driver Challenge powered by SEAT», welche die Simulatoren an einem halben Tag als Vorbereitung für ihren Einsatz an einem TCR-Germany-Rennen benutzen durften. Nach einer kurzen Einführung durch VLN-Rennfahrer Yannick Mettler und Nico Müller (DTM) setzten sich die drei «Young Drivers» Leonardo Tinland, Francesco Ruga und Julien Apothéloz gleich selbst hinters virtuelle Steuer.

Jede gefahrene Runde wurde danach im Detail analysiert. «Die Nachwuchsfahrer erhalten so ein möglichst authentisches Gefühl für den Rennwagen und die Rennstrecke», so Nico Müller, welcher im gemeinsam von AutoScout24 und SEAT lancierten Förderprojekt für junge Rennfahrer als Coach amtet. Die drei Jugendlichen waren sich am Ende des Tages einig: «Die Trainings-Sessions auf dem Simulator sind sehr hilfreich. Man lernt die Strecke kennen und weiss danach, wo man bremsen und welche Kurve in welchem Gang gefahren werden muss», sagt Julien Apothéloz stellvertretend für das Trio.

Besprechung Telemetrie Besprechung Telemetrie

In der Schweiz hergestellt und entwickelt

Die Simulatoren der Racing Fuel Academy werden vom Team um Wani Finkbohner in der Schweiz entwickelt und zusammengebaut. Wani Finkbohner: «Während unsere Maschinen dem Rennfahrer als professionelles Trainingsgerät dienen, bieten sie dem Hobbyfahrer vor allem Spass und Unterhaltung. Mit unserem Angebot sprechen wir beide Zielgruppen gleichermassen an.» Qualität wird bei der Racing Fuel Academy gross geschrieben. «Das Know-How von aktiven und ehemaligen Rennfahrern fliesst eins zu eins in die Weiterentwicklung unserer Geräte ein», so Finkbohner.

In den Räumlichkeiten der Racing Fuel Academy in Horgen, keine 20 Minuten von Zürich Downtown, stehen den Gästen derzeit acht Simulatoren (2 Full-Motion-, 6 Stage-One-Simulatoren) mit einer grossen Auswahl an verschiedenen Rennstrecken zur Verfügung. Bis zu 8 Fahrer können gegeneinander antreten. Nicht nur Einzelfahrer geniessen das spektakuläre Rennfeeling – der komplette Raum mit atemberaubender Sicht auf den Zürichsee kann auch für Privatevents gemietet werden. Wer möchte, kann zudem ein professionelles Coaching zum Training dazu buchen.

Kontakt und weitere Informationen:

http://www.race-sims.com/

Instruktoren, "Young Drivers" & Rennfahrer (v.l.n.r): Jo Kradolfer, Yannick Mettler, Julien Apothéloz, Leonardo Tinland, Francesco Ruga, Nico Müller Instruktoren, "Young Drivers" & Rennfahrer (v.l.n.r): Jo Kradolfer, Yannick Mettler, Julien Apothéloz, Leonardo Tinland, Francesco Ruga, Nico Müller

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