SUZUKI VITARA - Goldrichtig

Zum 30. Geburtstag spendiert Suzuki seinem Kompakt-SUV Vitara eine Modellauffrischung. Markantere Optik, modischere Farben, neue Assistenzsysteme und ein neuer Turbomotor sind die Highlights.

Zahlen zum Suzuki Vitara 1.4 Turbo Compact Top

  • Motor: 1.4-l-Turbobenziner (140 PS, 220 Nm ab 1500 U./min)

  • Antrieb: Allrad

  • Getriebe: 6-Gang-Automatik

  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h 10,2 s, Spitze 200 km/h

  • Masse: Gewicht 1390 kg, Kofferraum 375 bis 1120 Liter

  • Verbrauch: Werk/Test 6,3/7,0 l/100 km, 143 g CO2/km, Energie G

  • Testwagenpreis: 32'990 Fr.

  • Basispreis: 24'990 Fr. (1.0 Turbo Unico, 111 PS)

  • Konkurrenten: Citroën C3 Aircross, Dacia Sandero Stepway, Fiat 500X, Hyundai ix20, Kia Soul, Mitsubishi ASX, Opel Crossland X, SsangYong Tivoli, VW T-Cross.

  • Stand: 25. Februar 2019

Wem der Suzuki Vitara gefällt

Der Suzuki Vitara hat sich in drei Jahrzehnten vom raubeinigen Jeep zum modischen SUV gemausert. Geblieben sind der serienmässige Allradantrieb und das faire Preis-Leistungsverhältnis. Wer einen 4x4 sucht und sein Budget nicht übermässig strapazieren möchte, fährt mit dem neuen Vitara goldrichtig – vor allem in der neuen Gold-Farbe «Solar Yellow Pearl Metallic».

Neues Familiengesicht mit Chrom und LED

Die erste Generation des Suzuki Vitara kam 1988 auf den Schweizer Markt und ergänzte die Geländewagen-Modellpalette der japanischen Marke, die damals nur aus dem SJ (Samurai) bestand. Wie der Kult-Jeep war auch der Vitara ein kantiger Typ mit robuster Technik.

Beim aktuellen Modell handelt es sich um die überarbeitete vierte Generation, die seit 2015 gebaut wird. Der Vitara Modelljahr 2019 trägt das neue, aufgewertete Suzuki-Familiengesicht mit vertikalen, statt horizontalen Kühlergrillschlitzen, viel Chrom und LED-Scheinwerfer sowie LED-Tagfahrlichter. Auch die Rückleuchten arbeiten neu mit LED.

Erstmals mit Verkehrszeichenerkennung

Die optische Aufwertung zeigt sich auch im Innenraum. So sind Armaturenbrett, Türen und Mittelkonsole mit silbernen Akzenten verschönert. Leider ist die Haptik im Interieur nicht so hochwertig, denn alles besteht aus glattem Hartplastik. Komfortabel sind dagegen die Sitze, die mit softem Veloursleder bezogen sind. Das Platzangebot für Passagiere und Gepäck im knapp 4.20 Meter langen Wagen ist ausreichend.

Die Instrumentierung ist neugestaltet, ein 4,2 Zoll grosser LCD-Farbbildschirm versorgt den Fahrer mit Informationen, unter anderem über die aktuellen Tempolimits, die dank der neuen Verkehrszeichenerkennung erfasst und angezeigt werden. Zentrales Bedienelement ist ein neuer 7-Zoll-Touchscreen. Damit lassen sich Radio, Navigation, Telefon und Verbindungen mit mobilen Devices steuern.

Komfortabel und geländegängig

Den Antrieb übernimmt ein neuer 1,4-Liter-Turbobenziner mit Direkteinspritzung und 140 PS. Der Vierzylinder verleiht dem 1,4-Tönner anständige Fahrleistungen, der Sprint von 0 auf Tempo 100 dauert knapp mehr als 10 Sekunden. Im Auto fühlt sich die Beschleunigung allerdings nicht so flott an. Das liegt am etwas verzögert reagierenden 6-Gang-Automatikgetriebe. Der Motor heult zuerst mal laut auf, bevor es vorwärts geht. Am Schaltkomfort ist dagegen nichts auszusetzen.

Auf der komfortablen Seite auch die Fahrwerksabstimmung. Selbst gröbere Fahrbahnunebenheiten werden effizient absorbiert. Der neue Suzuki-SUV fühlt sich auf Kiesstrassen oder im leichten Gelände im Element. Dank dem Allgrip-Allradantrieb mit vier anwählbaren Modi - «Auto» (Standard) mit automatischer 4x4-Zuschaltung, «Sport» für bessere Kurvenstabilität, «Snow» für das Fahren auf Schnee und Eis und «Lock» fürs schwere Gelände - und grosszügiger Bodenfreiheit kommt der neue Vitara dort auch problemlos vorwärts.

Serienmässige Fahrsicherheit

Clever sind auch die Fahrassistenzsysteme, die in allen Ausstattungsvarianten des neuen Suzuki Vitara serienmässig eingebaut sind. Zum Bespiel ein Totwinkel-Warner, ein Ausparkassistent mit Querverkehrswarner, ein Notbremssystem mit Kollisionswarner, ein Spurhalteassistent und ein Tempomat mit aktiver Geschwindigkeitsregelung und Stauassistent. Letzterer ist nur in Kombination mit Automatikgetriebe lieferbar und kann, wenn man nicht aufmerksam ist, blöde Situationen verursachen. Denn das System bremst den Wagen im Stau zwar einwandfrei und sicher bis zum Stillstand ab. Doch steht das Fahrzeug still, deaktiviert sich das System nach wenigen Augenblicken automatisch und der Wagen rollt weiter. Es wird zwar angezeigt, dass das System off ist, doch wenn man nicht rasch auf die Bremse steht, fährt man dem Vordermann hinten drauf - sehr langsam zwar, aber Schäden kann es trotzdem geben.

Was uns besonders gefällt

Die Serienausstattung im Topmodell Comfort Top ist wirklich top. Bis auf die üblichen Extras Metallicfarbe, Ledersitze, Garantieverlängerung und Fussmatten ist alles im Preis inbegriffen.

Was uns weniger gefällt

Das Cockpit ist zwar hübsch anzuschauen, durch die Hartplastikoberflächen ist die Haptik im neuen Suzuki Vitara aber kein Genuss.

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Bildergalerie Suzuki Vitara

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