VOLVO V60 - Die schwedische Alternative

Die Premiumklasse ist fest in deutscher Hand. Mit dem V60 greift Volvo das Triumvirat von Audi, BMW und Mercedes-Benz mit einem überzeugenden Edelkombi an.

Zahlen zum Volvo V60 T6 Inscription

  • Motor: 2,0l Vierzylinder Benziner mit 310 PS / 400 Nm

  • Antrieb: Allrad

  • Getriebe: 8-Gang-Automatik

  • Fahrleistungen: 0-100 km/h, 5,8 Sekunden, Spitze 250 km/h

  • Masse: Gewicht 1906 kg, Kofferraum 529 bis 1441 Liter

  • Verbrauch: Werk 7,6 l/100 km

  • Basispreis: ab 49’800 Franken (D3 mit 150 PS)

  • Grundpreis: ab 67’200 Franken (T6 Inscription)

  • Testwagenpreis: 91’320 Franken

  • Konkurrenten: Audi A4 Avant, BMW 3er Touring, Mercedes-Benz C-Klasse T-Modell

  • Stand: 26.11.2018

Wem der Volvo V60 gefällt

Der Volvo V60 ist ein nordisch-eleganter Kombi für alle, die eine elegante und dynamische Alternative zur deutschen Konkurrenz suchen, die in dieser Liga dominiert.

Thors Hammer

Kombis haben bei Volvo eine lange Tradition. Die Zeiten von kantigem Schwedenstahl sind aber lange vorbei. Seit die Skandinavier eine neue Design-Aera eingeleitet haben, zieht sich das nach Thors Hammer benannte Design durch die verschiedenen Klassen. So ist der V60 seinem grösseren Bruder V90 wie aus dem Gesicht geschnitten und verfügt über dessen unverwechselbare Tagfahrlicher, auch die hochgezogenen Rückleuchten erinnern deutlich an den V90. Eine flachere Seitenlinie und 17 cm weniger Länge lassen den V60 aber schon im Stand dynamischer wirken.

Länge läuft

Das ist er auch im Fahrbetrieb. Zwar ist der V60 mit 4,76 Metern Länge und über 1,9 Tonnen immer noch ein stattliches Auto, dennoch beschleunigt der Schwede in weniger als 6 Sekunden auf 100. Dass «nur» ein Vierzylinder unter der Haube steckt, merkt man dem Schweden nicht an. Vor allem auf der Langstrecke strahlt der V60 viel Souveränität aus. Auf kurvigen Strassen kann er sein Gewicht nicht ganz verstecken, auch die Lenkung ist – selbst im Dynamik-Modus – eher auf Komfort ausgelegt denn auf den letzten Zacken Sportlichkeit.

Nordisches Ambiente

Trotz 17 Zentimeter weniger Länge steht der V60 beim Platzangebot seinem grossen Bruder kaum nach, einzig die Hinterbänkler können ihre Beine nicht ganz so generös ausstrecken. Mit 529 bis 1441 Litern reicht der Kofferraum für fast alle Situationen, wenn nicht gerade eine neue Küche in der IKEA gekauft wird. Bequeme Ledersitze, hochwertige Materialien und der hochkantige Touchscreen schaffen ein angenehmes Wohlfühlklima in Interieur. Kleiner Kritikpunkt: Gewisse Funktionen sind in der Menüführung nicht auf Anhieb zu finden, da wären ein, zwei Knöpfe statt eines eleganteren Designs bedienerfreundlicher. 

Sicherheit als Kernkompetenz

In Sachen Sicherheit macht Volvo ohnehin keiner was vor. Auch beim V60 haben die Schweden wieder einige Trümpfe aus dem Ärmel gezaubert, sogar im Vergleich zum V90. Das City-Safety-System erkennt Fussgänger, Fahrradfahrer sowie Wildtiere. Er verfügt zudem über eine Lenkunterstützung bei Ausweichmanövern sowie einen integrierten Kreuzungsbremsassistenten. Der optionale «Pilot Assist» hält das Auto bis 130 km/h teilautonom in der Spur. 

Was uns bestens gefällt

Schön, schnell, sicher: Der Volvo V60 kann gleich mehrere Argumente in die Wagschale werfen, wieso man ihn seinen Konkurrenten vorziehen soll. Und in Sachen Prestige haben die Schweden längst das Niveau ihrer drei Hauptmitbewerber aus unserem nördlichen Nachbarland erreicht.

Was uns weniger gefällt

Leider hat auch Volvo gemerkt, dass sich mit Zusatzausrüstung viel Geld verdienen lässt. So kostet unser Testwagen über 90'000 Franken. Und bei Innendesign wäre etwas mehr Funktionalität (d.h. mehr Knöpfe) statt Schönheit (die Menüführung des Touchscreens ist teilweise etwas kompliziert) mehr gewesen.

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Bildergalerie Volvo V60

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