VW ID.3 - Zeitenwende

Sowohl der Käfer als auch der Golf markierten einen Meilenstein in der Geschichte von VW. Jetzt soll der ID.3 als Dritter in dieser Ahnenreihe ebenfalls für eine Zeitenwende sorgen und das Elektrozeitalter bei den Wolfsburgern einleiten.

Der VW ID.3 in Zahlen

  • Motor: Elektromotor mit 58 kWh-/77 kWh-Akku (Leistung 204 PS, 310 Nm)
  • Antrieb: Heckantrieb
  • Getriebe: 1-Gang-Getriebe
  • Fahrleistungen: 0 bis 100 km/h 7,3/7,9 s, Spitze 160 km/h
  • Masse: Kofferraum 385 Liter
  • Reichweite: 426 km (ID.3 Pro Performance), 549 km (ID.3 Pro S)
  • Basispreis: ab 32’000 Fr. bis 51'100 Fr. (ID.3 Tour)
  • Konkurrenten: Tesla Model 3, Hyundai Ioniq electric, BMW i3, Opel Corsa-e, Nissan Leaf 
  • Stand: 14. August 2020

Wem der VW ID.3 gefällt

Der VW ID.3 ist das passende Auto für alle, die schon elektrisch fahren oder den Einstieg in die E-Mobilität wagen wollen. Der Stromer ist mit seiner Reichweite von 400 Kilometern und mehr auch für (fast) alle alltagstauglich.

Erinnerungen an den Käfer

Schon der Käfer markierte Aufbruchstimmung bei VW. In dessen Fussstapfen tritt jetzt der ID.3 – beim Heckantrieb sogar wortwörtlich. Ganz anders beim Motor: VW hat nämlich beschlossen, künftig vollständig auf die Karte Elektromobilität zu setzen. Jetzt kommt das erste und wohl bedeutendste Mosaiksteinchen in dieser Strategie.

Eine neue Plattform

Wie ernst es VW mit Stromern ist, zeigt auch die Tatsache, dass der Konzern extra einen eigenen, modularen E-Antriebsbaukasten (MEB) entwickelt hat. Auf diesem sollen in Zukunft zahlreiche weitere E-Autos auch der Schwestermarken Seat, Audi und Skoda basieren. Los geht’s im ID.3, und zwar in zwei Ausbaustufen. Der ID.3 Pro Performance mit 58 kWh-Akku schafft 426 Kilometer, der ID.3 Pro S mit 77 kWh 549 Kilometer. 

Tief und windschnittig

Leistung haben sie beide 204 PS. Das reicht, um in weniger als acht Sekunden auf Tempo 100 zu beschleunigen. Dank seinem niedrigen cw-Wert von 0,27 und seinem tiefen Schwerpunkt kann er aber auch flott um Kurven flitzen. Selbst dann sind die Verbrauchs- und Kilometerangaben relativ realistisch, so dass man in beiden Versionen keine Reichweitenangst haben muss – zumindest bei den jetzigen Temperaturen. Später soll noch ein Einstiegsmodell ID.3 Pure folgen mit bis zu 330 km Reichweite.

Modernes Cockpit

Im Interieur ist VW ebenfalls auf der Höhe der Zeit. Die Bedienung ist für alle, die auch ein Smartphone im Griff haben, intuitiv und läuft grösstenteils über das Multifunktionslenkrad, den zentralen 10-Zoll-Touchscreen oder via Sprachsteuerung. Platz gibt’s sowohl für die Passagiere auf den vorderen Plätzen als auch auf der Rückbank ausreichend, selbst für junge Familien. Das Auto-Budget muss allerdings mindestens 32'000 Franken betragen, wer als einer der ersten ID.3 fahren will, muss zwischen 39'450 Franken und 51'100 Franken (je nach Modell und Ausstattung) investieren.

Was uns besonders gefällt

Der VW ID.3 ist modern, aber nicht zu «spacig», VW-Fahrer finden sich sofort zurecht. Auch die Reichweite sollte für die allermeisten reichen, selbst sportliche Ambitionen werden erfüllt.

Was uns weniger gefällt

Ganz günstig ist der Einstieg nicht, zumal gerade hierzulande vermutlich nicht viele zur Basisversion greifen werden. Und ob VW die anfänglichen Software-Probleme wirklich im Griff hat, muss sich erst noch weisen.

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Bildergalerie VW ID.3

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