VW POLO - Der Grösste unter den Kleinen

Mit 4,05 Metern Länge ist der VW Polo dem Segment der Kleinwagen schon fast entwachsen. Und er rückt sogar seinem grossen Bruder Golf richtig auf die Pelle.

Zahlen zum VW Polo Highline

  • Motor: 1,0-Liter-Dreizylinder (95 PS, 175 Nm ab 2000 u/min.) 

  • Antrieb: Front

  • Getriebe: 7-Gang-DSG

  • Fahrleistungen: 0-100 km/h 10,8 s, Spitze 187 km/h

  • Masse: Gewicht 1145 kg, Kofferraum 351 Liter

  • Verbrauch: Werk 4,6 Liter auf 100 km, Test 6,5 Liter auf 100 km

  • Basispreis: VW Polo 1.0 MPI, ab 16'800 Franken

  • Listenpreis: VW Polo Highline, ab 25'500 Franken

  • Testwagenpreis: 30'667 Franken 

  • Konkurrenten: Opel Corsa, Ford Fiesta, Seat Ibiza, Kia Rio

  • Stand: 22.12.2017

Wem der VW Polo gefällt

Der VW Polo ist das ideale Auto für alle, die den Pelz lieber nach innen als nach aussen tragen. Er bietet genug Platz für vier Leute mit Gepäck, bietet moderne Technik und lässt sich mit einer Vielzahl von Motoren kombinieren: Vom sparsamen Dreizylinder für die Stadt bis hin zum sportlichen GTI für jene, die gerne mal zügig über Landstrassen oder Passstrassen fahren.

Fast ein Mini-Golf

Auf 4,05 Meter ist der Polo gewachsen, durchbricht erstmals die 4-Meter-Marke. Technisch basiert die sechste Generation des Kleinwagens auf der Architektur des Golfs, übernimmt viele Komponenten aus dem Konzern-Regal. Der Kofferraum ist gegenüber dem Vorgänger um 25 Prozent auf 351 Liter gewachsen, vier bis fünf Personen finden ausreichend Platz.

Flotter Turbo

Der 1,0-Liter-Turbo in unserem Testwagen leistet immerhin 95 PS. Für den Alltag reicht das locker, bei Nässe muss man sogar aufpassen, nicht zu forsch aufs Gaspedal zu treten, da sonst die Vorderräder schnell mal durchdrehen. Die 7-Gang-Doppelkupplung harmoniert sehr gut mit dem Motor, der Sound klingt beim Hochdrehen aber etwas mau. Zudem gilt auch hier: Wer Gas gibt, verbraucht auch viel. 6,5 Liter waren’s bei uns im Schnitt.

Innenraum deutlich aufgewertet

Eine Liga höher als in einem Kleinwagen fühlt man sich auch im Innenraum. Passagiere vorne und hinten haben üppig Platz, das Armaturenbrett wirkt wie aus einem Guss, die digitalen Instrumente sind glasklar und scharf ablesbar. Das Infotainmentsystem mit einem 8,0 Zoll grossen Display gehört zum Besten, was es in dieser Klasse zur Zeit zu kaufen gibt. Und Individualisierungsmöglichkeit gibt’s bei VW eh in Hülle und Fülle – gegen Aufpreis versteht sich.

Was uns weniger gefällt

Der 1,0-Liter-Motor braucht Drehzahlen, um bei Laune zu bleiben – das treibt den Verbrauch in die Höhe. Die 4,6 Liter laut Norm sind im Alltag kaum zu erreichen. Ebenfalls nicht ohne ist der Preis: Über 30'000 Franken für einen Kleinwagen mit Dreizylinder muss man sich ebenfalls erst mal leisten können.

Was uns bestens gefällt

Die Grenzen zwischen den einzelnen Klassen verschwimmen immer mehr. Zwar gehört der Polo per Definition ins Kleinwagensegment. Der Wolfsburger kann sich aber locker mit Gegnern messen, die vor nicht allzu langer Zeit dem Kompaktsegment angehörten. Zumal Herr und Frau Schweizer gerne ins Interieur und Technik investieren, statt ein möglichst grosses Auto zu fahren.

1800 / 1600 1.125

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